Ein fremder Klang (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Sheen |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 97 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-11-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (112 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Franklin Bean will aus einer Armee heraus, die er verabscheut, und wählt dafür einen drastischen Weg: Er lässt sich die Handrücken tätowieren, um gegen das Militärgesetz zu verstoßen. Statt der erhofften Entlassung bringt ihm das eine Zelle im Gefängnis der Kaserne ein, geführt von Sgt. McKinney. Dort trifft er auf eine Gruppe von fünf schwarzen Insassen, die ihm ebenso ablehnend begegnen wie der Aufseher selbst. Zwischen dem karrierebewussten McKinney und dem aufbrausenden Bean entwickelt sich von Beginn an ein Machtkampf, der über 90 Tage hinweg aufgestaute Aggressionen freisetzt. Die Geschichte legt es darauf an, zwei gegensätzliche Vorstellungen von Freiheit gegeneinanderzustellen, ohne dabei zu verraten, wer diesen Konflikt am Ende für sich entscheidet.
Entstehungsgeschichte
„Ein fremder Klang“, im Original „Cadence“, entstand 1990 unter der Regie von Martin Sheen, der auch selbst als Sgt. McKinney vor der Kamera steht. Die Hauptrolle des Franklin Bean übernimmt Charlie Sheen, an ihrer Seite spielen Laurence Fishburne und Blu Mankuma. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Dass Vater und Sohn hier als Kontrahenten angelegt sind, gibt dem Konflikt zwischen Bean und McKinney eine zusätzliche Reibung, die über die reine Handlung hinausweist. Die Beschränkung auf einen geschlossenen Ort, das Kasernengefängnis, und eine feste Frist von 90 Tagen verdichten das Drama zu einer Art Kammerspiel, in dem Machtverhältnisse und Gruppendynamik im Vordergrund stehen. Dass die Zelleninsassen als geschlossener, feindseliger Kreis auftreten, macht Bean von Anfang an zum Außenseiter unter Außenseitern und schärft den Gegensatz zwischen individueller Auflehnung und kollektivem Überleben in einem System, das keine Rücksicht kennt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld seines Genres. Seit seiner Entstehung 1990 sind mittlerweile 35 Jahre vergangen, was ihn deutlich als Werk seiner Zeit ausweist, ohne dass sich daraus etwas über seine heutige Wahrnehmung ableiten ließe. Als reines Drama, das auf Actionelemente verzichtet und stattdessen auf psychologische Zuspitzung setzt, bleibt er innerhalb seines Genres ein Beispiel für erzählerisch verdichtete Konfliktstudien innerhalb geschlossener Institutionen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Charlie Sheen als Pfc. Franklin Fairchild Bean
- Martin Sheen als MSgt. Otis V. McKinney
- Laurence Fishburne als Roosevelt Stokes
- Blu Mankuma als Eugene 'Spoonman' Bryce
- Michael Beach als Edward James Webb
- Harry Stewart als Harry 'Sweetbread' Crane
- James Marshall als Cpl. Harold Lamar
- Ramon Estevez als Cpl. Gerald Gessner
- Lochlyn Munro als Bartender
- Matt Clark als Bean Sr.
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