Dünkirchen, 2. Juni 1940 (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri Verneuil |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-12-18 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (158 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frühjahr 1940: Die alliierten Truppen in Nordfrankreich sind geschlagen, und am Strand von Dünkirchen drängen sich englische und französische Soldaten, die über den Kanal nach Großbritannien gebracht werden sollen. Mitten in diesem chaotischen Rückzug befindet sich der französische Sergent Maillat, der zusammen mit versprengten Kameraden versucht, die Einschiffung unter fortwährendem Beschuss deutscher Kampfflieger zu überstehen. In diesem Ausnahmezustand kommt es zu einer Begegnung, die den Film von der reinen Kriegsschilderung abhebt: eine junge Frau weigert sich, ihr Elternhaus zu verlassen, obwohl die Luftangriffe unablässig andauern. Zwischen Maillat und ihr entwickelt sich eine Beziehung, deren Ausgang offenbleibt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1964 unter der Regie von Henri Verneuil. In den Hauptrollen sind Jean-Paul Belmondo, Catherine Spaak, Georges Géret und Jean-Pierre Marielle zu sehen. Eingeordnet wird das Werk als Drama mit Kriegsfilm-Elementen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriegsfilm und Drama zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Statt sich auf Strategie oder Schlachtverläufe zu konzentrieren, richtet sich der Blick auf einzelne Figuren inmitten des Rückzugs. Die Begegnung zwischen dem Sergent und der jungen Frau, die ihr Zuhause nicht aufgeben will, setzt dem militärischen Geschehen eine private, emotionale Ebene entgegen. Dass ausgerechnet ein Moment des Verharrens – ihre Weigerung zu fliehen – zum Zentrum der Handlung wird, verschiebt den Fokus vom kollektiven Kriegsgeschehen auf eine individuelle Entscheidung, die sich der Logik der Evakuierung widersetzt. Damit steht der Film in einer Traditionslinie von Kriegsdramen, die den Krieg über menschliche Schicksale statt über Fronten erzählen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit rezipierter Titel seines Genres beschreiben. Seit seiner Entstehung 1964 sind mehr als sechzig Jahre vergangen, was ihn zu einem Zeugnis einer Phase des europäischen Kriegsfilms macht, in der die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs noch in vergleichsweise unmittelbarer Nähe zur eigenen Zeit lagen. Innerhalb der zahlreichen filmischen Auseinandersetzungen mit der Evakuierung von Dünkirchen nimmt er mit seiner Fokussierung auf eine einzelne Beziehung eine eigene Position ein.
Bilder




Besetzung & Stab
- Jean-Paul Belmondo als Julien Maillat
- Catherine Spaak als Jeanne
- Georges Géret als Pinot
- Jean-Pierre Marielle als Pierson
- François Périer als Alexandre
- Pierre Mondy als Dhéry
- Ronald Howard als le capitaine Robinson
- Dominique Zardi als le caporal-chef réceptionniste
- Marie Dubois als Hélène, la femme d'Atkins
- Christian Barbier als Paul
Weitere Filme von Henri Verneuil
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.