Donbass (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sergej Loznitsa |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-08-30 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 2.650.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (118 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Osten der Ukraine tobt seit 2014 ein Konflikt, der von außen kaum noch zu durchschauen ist: prorussische Separatisten und ukrainische Regierungstruppen stehen sich in wechselnder Intensität gegenüber, während die Welt außerhalb der Region den Krieg zunehmend ausblendet. Der Film reiht Episoden aus diesem Alltag des Ausnahmezustands aneinander und macht daraus ein Panorama, in dem Wahrheit, Propaganda und Inszenierung kaum noch auseinanderzuhalten sind. Statt einer einzelnen Hauptfigur folgt die Erzählung einem Geflecht aus Situationen, in denen sich Machtstreben, Gier und Anarchie in oft groteske Formen kleiden.
Entstehungsgeschichte
Sergej Loznitsa hat "Donbass" 2018 realisiert, ein Drama mit Kriegsfilm-Elementen, das für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben ist. In der Besetzung stehen Tamara Yatsenko, Iryna Zayarmiuk, Hryhoriy Masliuk und Olesja Schurakiwska. Der Film ordnet sich als nach einer wahren Begebenheit entstandenes Werk ein.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriegsfilm sowie der Verweis auf reale Ereignisse deutet auf eine Erzählweise hin, die weniger auf klassische Spannungsdramaturgie setzt als auf die Montage einzelner Szenen, die zusammen ein größeres Bild ergeben. Dass keine durchgehende Hauptfigur im Zentrum steht, sondern ein Ensemble aus wechselnden Schauplätzen und Personen, passt zu einem Ansatz, der den Konflikt als Ganzes begreifbar machen will, statt ihn auf ein individuelles Schicksal zu verengen. Die satirische Zuspitzung, die in der Anlage der Geschichte anklingt, verweist auf einen Blick, der Distanz zum Geschehen wahrt, ohne dessen Ernst zu leugnen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich "Donbass" im soliden Mittelfeld seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite Resonanz ablesen ließe. Seit dem Erscheinungsjahr 2018 sind mehr als sieben Jahre vergangen, in denen der Film als eine der wenigen fiktionalen Annäherungen an den Konflikt in der Ostukraine bestehen bleibt. Innerhalb des Kriegsfilmgenres nimmt er durch seine episodische, satirisch grundierte Form eine Position ein, die sich von konventionelleren Erzählungen über bewaffnete Konflikte deutlich abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tamara Yatsenko als Plump-faced Woman
- Iryna Zayarmiuk als Creature
- Hryhoriy Masliuk als Town Mayor
- Olesia Zhurakivska als Girl with Bucket
- Liudmyla Smorodina als Woman in Blue
- Boris Kamorzin als Mikhalych
- Mikhail Voloshin als Man in Cap
- Yevhen Chepurniak als Head Physician
- Ihor Kyrylchatenko als First Ukrainian Soldier
- Vladyslav Simanko als First Guy on the Bus
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