District 9 (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Neill Blomkamp |
|---|---|
| Genre | Science Fiction |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-08-05 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 30.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 210.888.950 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (10.654 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1982 bleibt ein außerirdisches Raumschiff über Johannesburg stehen. An Bord finden sich rund eine Million unterernährte Wesen ohne Führung. Sie werden in einem Lager am Stadtrand untergebracht, das über achtundzwanzig Jahre zum Elendsviertel wird — District 9.
Der Film setzt bei der Zwangsumsiedlung in ein neues Lager ein, geleitet von dem Verwaltungsangestellten Wikus van de Merwe, der die Räumungsbescheide persönlich zustellt. Bei einer Durchsuchung wird er von einer Flüssigkeit getroffen, die seine DNA verändert. Von da an ist er das wertvollste Objekt des Konzerns, für den er arbeitet — denn die außerirdischen Waffen funktionieren nur mit ihrer Biologie.
Entstehungsgeschichte
Neill Blomkamp hatte 2006 einen sechsminütigen Kurzfilm namens "Alive in Joburg" gedreht, der dieselbe Prämisse behandelt. Peter Jackson wollte anschließend mit ihm eine Verfilmung des Computerspiels "Halo" produzieren; als das Projekt scheiterte, gab er Blomkamp dreißig Millionen Dollar für einen eigenen Film.
Blomkamp wuchs in Johannesburg auf. Die Bezüge zur Apartheid sind ausdrücklich: District 9 ist an District Six erinnert, ein Viertel in Kapstadt, aus dem in den 1970ern rund 60.000 Menschen zwangsumgesiedelt wurden.
Hinter den Kulissen
Der Film ist in der ersten Hälfte als Mischung aus Nachrichtenmaterial, Überwachungsaufnahmen und Interviews angelegt und geht dann in konventionelles Erzählen über. Gedreht wurde in Chiawelo, einem realen Siedlungsgebiet bei Johannesburg, dessen Bewohner gerade umgesiedelt wurden — die Hütten im Film waren echt.
Sharlto Copley hatte keine Schauspielerfahrung und improvisierte einen erheblichen Teil seiner Dialoge; er war ursprünglich als Produzent beteiligt. Die außerirdischen Figuren entstanden vollständig digital, was für dieses Budget außergewöhnlich war — Weta arbeitete zu deutlich reduzierten Sätzen.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 210 Millionen Dollar ein und war für vier Oscars nominiert, darunter bester Film und bestes adaptiertes Drehbuch.
Er gilt als eines der wirksamsten Beispiele für Science-Fiction als politische Erzählung — die Parallele zur Apartheid ist so offen, dass sie keine Deutung braucht. Kritik kam aus Nigeria: Die Darstellung der nigerianischen Banden im Lager wurde als herabsetzend empfunden, und die Regierung forderte ein Verbot. Blomkamp hat das später als Fehler eingeräumt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Sharlto Copley als Wikus van de Merwe
- Jason Cope als Christopher Johnson / Grey Bradnam / Trent
- Nathalie Boltt als Sarah Livingstone - Sociologist
- Sylvaine Strike als Dr Katrina McKenzie
- Elizabeth Mkandawie als Interviewee
- John Sumner als Les Feldman - MIL Engineer
- William Allen Young als Dirk Michaels
- Nick Blake als Francois Moraneu - CIV Engineer Team
- Greg Melvill-Smith als Interviewer
- Robert Hobbs als Ross Pienaar
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Verfügbarkeit
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