Die Versuchung des Padre Amaro (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Carlos Carrera |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 118 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-10-01 |
| Budget | 1.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (313 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Amaro ist ein junger Priester, der in eine kleine Stadt in Mexiko geschickt wird. Dort soll er beim älteren Padre Benito lernen, um sich auf eine Studienreise in den Vatikan vorzubereiten. Der Weg scheint vorgezeichnet, doch das Leben in der Gemeinde stellt ihn bald vor Prüfungen, auf die ihn seine Ausbildung nicht vorbereitet hat.
Amaro verliebt sich in Anita, eine junge Katechetin, und beginnt mit ihr eine Beziehung. Für einen Priester ist das ein Verstoß gegen sein Gelübde. Doch diese Verfehlung ist nicht das einzige Unrecht, das der Film zeigt. Im Hintergrund zeichnen sich weitaus schwerere Vergehen ab: Teile des Klerus sind korrupt und handeln zum Schaden der Ärmsten. Amaro bewegt sich damit zwischen persönlicher Leidenschaft und einem Umfeld, in dem Macht missbraucht wird.
Entstehungsgeschichte
Carlos Carrera inszenierte den Film, der 2002 veröffentlicht wurde. Gael García Bernal spielt den jungen Priester, an seiner Seite stehen Ana Claudia Talancón, Sancho Gracia und Angélica Aragón vor der Kamera. Der internationale Titel „The Crime of Padre Amaro“ spricht von einem Verbrechen, während der deutsche Titel die Versuchung betont und damit die innere Zerrissenheit der Hauptfigur in den Mittelpunkt stellt.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm verbinden sich hier zu einer Geschichte, die mehr ist als eine verbotene Romanze. Die Liebe zwischen Amaro und Anita bildet den persönlichen Kern, doch sie steht vor einem gesellschaftlichen Hintergrund, der das Private in ein größeres Licht rückt.
Die Anlage des Films verknüpft zwei Ebenen. Auf der einen Seite steht die Verfehlung eines Einzelnen, auf der anderen das Versagen einer Institution. Der Film stellt dabei die Frage, welche Schuld schwerer wiegt: der Bruch eines Gelübdes oder die Ausbeutung derer, die sich am wenigsten wehren können. Die Figur des älteren Padre Benito als Lehrmeister deutet an, dass Amaro in ein bestehendes System eingeführt wird. Das Thema verlangt einen ernsten Blick auf Machtverhältnisse innerhalb der Kirche.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,7 von 10 Punkten erreicht der Film eine positive Bewertung bei einem Publikum im dreistelligen Bereich.
Seit dem Erscheinen sind 24 Jahre vergangen. Innerhalb des Dramas steht der Film für Geschichten, die eine persönliche Liebesbeziehung mit gesellschaftlicher Kritik an kirchlichen Strukturen verbinden.
Bilder



Besetzung & Stab
- Gael García Bernal als Padre Amaro
- Ana Claudia Talancón als Amelia
- Sancho Gracia als Padre Benito Díaz
- Angélica Aragón als Augustina Sanjuanera
- Luisa Huertas als Dionisia
- Ernesto Gómez Cruz als Obispo
- Gastón Melo als Martín
- Damián Alcázar als Padre Natalio Pérez
- Andrés Montiel als Rubén de la Rosa
- Gerardo Moscoso als Doc
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