Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1975)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Volker Schlöndorff |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1975-01-10 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 1.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (105 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf einer Karnevalsfeier verliebt sich Katharina Blum auf den ersten Blick in Ludwig Göttke, und die beiden verbringen die Nacht zusammen. Am nächsten Morgen steht die Polizei in ihrer Wohnung: Göttke ist verschwunden, Katharina wird verhaftet. Erst jetzt erfährt sie, dass sie sich mit einem der meistgesuchten Terrorverdächtigen der deutschen Behörden eingelassen hat. Aus einem polizeilichen Ermittlungsfall wird binnen kurzer Zeit ein nationaler Skandal, als der Reporter Werner Tötges von einer Boulevardzeitung sich der Geschichte annimmt. Ihm geht es nicht um Wahrheit, sondern um Schlagzeilen, und so beginnt er, systematisch jeden Menschen aus Katharinas Umfeld auszuforschen und bloßzustellen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1975 unter der Regie von Volker Schlöndorff. Angela Winkler spielt die Titelfigur, an ihrer Seite stehen Mario Adorf, Dieter Laser und Jürgen Prochnow. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als Drama angelegt, verzichtet die Geschichte auf Genremischungen und konzentriert sich ganz auf die Zuspitzung eines privaten Vorfalls zur öffentlichen Angelegenheit. Die Konstruktion – eine unbedarfte Frau, ein flüchtiger Gesuchter, ein Reporter ohne Skrupel – legt den Fokus auf das Verhältnis zwischen Privatsphäre, staatlicher Überwachung und medialer Verwertung. Dass die Besetzung mit Winkler, Adorf, Laser und Prochnow mehrere markante Figuren um Katharina versammelt, deutet darauf hin, dass die Erzählung nicht allein aus ihrer Perspektive, sondern über ein Geflecht von Beteiligten – Ermittler, Journalist, Umfeld – aufgebaut ist. Die Mechanik der Boulevardberichterstattung, wie sie in der Ausgangslage beschrieben wird, steht dabei im Zentrum der dramatischen Zuspitzung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeigt sich ein grundsätzlich positives, aber zahlenmäßig begrenztes Echo. Seit der Entstehung 1975 sind mittlerweile 50 Jahre vergangen, der Film bleibt damit ein Werk der bundesdeutschen Filmgeschichte der siebziger Jahre. Innerhalb des Dramas positioniert er sich als Stoff, der gesellschaftliche Mechanismen – Verdacht, Presse, Reputation – anhand eines einzelnen Schicksals verhandelt, ohne dass sich aus den vorliegenden Daten weitere Einordnungen ableiten lassen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Angela Winkler als Katharina Blum
- Mario Adorf als Kommissar Beizmenne
- Dieter Laser als Werner Tötges
- Jürgen Prochnow als Ludwig Götten
- Heinz Bennent als Dr. Blorna, Anwalt
- Hannelore Hoger als Trude Blorna
- Rolf Becker als Staatsanwalt Hach
- Harald Kuhlmann als Moeding, Polizist
- Herbert Fux als Weninger, Journalist „Die Zeitung“
- Regine Lutz als Else Woltersheim, Patentante Katharinas
Weitere Filme von Volker Schlöndorff
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.