Die Schmutzigen, die Häßlichen und die Gemeinen (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ettore Scola |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-09-23 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (355 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Giacinto hat ein Auge verloren, sein linkes, und dafür eine hohe Summe von der Versicherung erhalten. Das Geld verändert schlagartig das Verhältnis zu seiner Familie. Plötzlich wollen alle etwas vom Patriarchen: natürlich das Geld, aber auch sein Haus. Dabei ist dieses Haus in Wirklichkeit nur eine ärmliche Hütte in einem Slum am Rande Roms.
Unter diesem Dach leben vier Generationen. Ihr Auskommen sichern sie sich mit Prostitution, Diebstahl und Hehlerei. Der Umgangston ist rau und vulgär, man verhöhnt sich gegenseitig, und nicht selten fliegen die Fäuste. Trotzdem hält die Großfamilie zusammen, getragen von der schlichten Notwendigkeit, gemeinsam zu überleben. Genau dieser Zusammenhalt droht nun endgültig zu zerbrechen, denn mit dem unerwarteten Reichtum zieht der offene Streit ins Haus.
Entstehungsgeschichte
Ettore Scola inszenierte den Film im Jahr 1976. Der englische Titel lautet „Ugly, Dirty and Bad“. Nino Manfredi steht an der Spitze der Besetzung, zu der außerdem Francesco Anniballi, Maria Bosco und Giselda Castrini gehören. Dass eine Großfamilie über vier Generationen im Mittelpunkt steht, lässt ein zahlreiches Ensemble erwarten, in dem viele Figuren um Aufmerksamkeit ringen.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Komödie und Drama. Diese Mischung ist hier kein Widerspruch, sondern der Schlüssel zum Stoff: Die Lebensumstände der Familie sind bitter, doch der derbe Ton, die Streitereien und die Gier nach dem Geld bieten Anlass für grotesken Humor.
Die Anlage der Geschichte richtet den Blick auf Armut am Rand einer Großstadt, ohne ihre Figuren zu verklären. Niemand ist hier bloß Opfer, und niemand ist frei von Eigennutz. Der deutsche Titel benennt diese Haltung bereits und verweigert sich jeder Beschönigung. Im Zentrum steht die Frage, was Geld mit Menschen macht, die nie welches hatten. Die Versicherungssumme wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Konflikte, die unter der Oberfläche längst angelegt waren. So wird die Hütte zur Bühne eines Machtkampfs, der ebenso komisch wie erschreckend ist.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 erzielt der Film eine deutlich positive Bewertung. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, einer mittleren Basis. Seit dem Erscheinen sind 50 Jahre vergangen.
Im Spannungsfeld zwischen Komödie und Sozialdrama steht der Titel für eine Erzählweise, die gesellschaftliche Randlagen mit schwarzem Humor betrachtet und dabei weder moralisiert noch verharmlost.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nino Manfredi als Giacinto
- Francesco Anniballi als Domizio
- Maria Bosco als Gaetana
- Giselda Castrini als Lisetta
- Alfredo D'Ippolito als Plinio
- Giancarlo Fanelli als Paride
- Marina Fasoli als Maria Libera
- Ettore Garofolo als Camillo
- Marco Marsili als Vittoriano
- Franco Merli als Fernando
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Verfügbarkeit
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