Die Melodie des Meeres (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tomm Moore |
|---|---|
| Genre | Familie, Animation, Fantasy |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-06-23 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Einspielergebnis | 857.522 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (1.622 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ben lebt mit seiner Familie im Haus eines Leuchtturmwärters. Nachdem seine Mutter verschwunden ist, kümmert sich der Vater Conor allein um ihn und die kleine Schwester Saoirse.
Die Großmutter will die Kinder nach Dublin holen. Auf dem Weg zeigt sich, dass Saoirse eine Selkie ist — ein Robbenmädchen, das durch Gesang magische Wesen befreien kann. Ben muss seine Angst vor Wasser überwinden.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Tomm Moore, das Drehbuch schrieb Will Collins.
Im Original sprechen David Rawle den Ben, Brendan Gleeson den Vater Conor, Fionnula Flanagan die Eulenhexe Macha, Lisa Hannigan die Mutter Bronagh und Lucy O'Connell die Saoirse.
Die Musik stammt von Bruno Coulais; Lisa Hannigan und Nolwenn Leroy singen die Hauptthemen. Den Schnitt besorgte Darragh Byrne, produziert wurde der Film unter anderem von Claus Toksvig Kjaer, Tomm Moore und Ross Murray.
Es handelt sich um eine Koproduktion aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland und Luxemburg aus dem Jahr 2014; gesprochen wird Englisch und Irisch. Der Film gehört zur irischen Trilogie des Studios Cartoon Saloon.
Hinter den Kulissen
Die Vorlage ist keine literarische, sondern eine mythologische. Selkies gehören zur irischen und schottischen Überlieferung — Wesen, die zwischen Robbe und Mensch wechseln. Der Film erzählt einen Familienverlust in dieser Bildsprache.
Daraus ergibt sich die doppelte Lesbarkeit. Was als Märchen erzählt wird, lässt sich zugleich als Trauergeschichte lesen: Eine Mutter ist fort, und die Kinder erklären sich das mit den Mitteln, die sie haben.
Die Zweisprachigkeit — Englisch und Irisch — verankert den Film in seiner Herkunft. Er ist Teil einer Reihe, mit der Cartoon Saloon irische Stoffe erzählt.
Bruno Coulais' Musik trägt dabei mehr als üblich, weil das Singen selbst zur Handlung gehört: Saoirse befreit durch Gesang.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann 2015 den Europäischen Filmpreis als bester Animationsfilm. Nominiert war er für den Oscar und für den César; die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „besonders wertvoll".
Mark Kermode vergab im Guardian fünf von fünf Sternen, nannte den Film hervorragend und die Animation prachtvoll; er verwies auf Einflüsse von Studio Ghibli und Sylvain Chomet. Leslie Felperin gab vier von fünf Sternen.
Der Verweis auf Ghibli und Chomet trifft die Machart. Es ist gezeichnete, flächige Animation — eine bewusste Entscheidung gegen den vorherrschenden Computerstil.
Dass ein Film aus fünf Ländern mit irischsprachigen Anteilen für den Oscar nominiert wurde, ist die Ausnahme. Für Cartoon Saloon war es die Bestätigung eines Weges, den das Studio seit Jahren verfolgt.
Bilder








Besetzung & Stab
- David Rawle als Ben (voice)
- Brendan Gleeson als Conor / Mac Lir (voice)
- Lisa Hannigan als Bronach (voice)
- Fionnula Flanagan als Granny / Macha (voice)
- Lucy O'Connell als Saoirse (voice)
- Jon Kenny als Ferry Dan / The Great Seanachaí (voice)
- Pat Shortt als Lug (voice)
- Colm Ó'Snodaigh als Mossy (voice)
- Liam Hourican als Spud / Bus Driver (voice)
- Kevin Swierszcz als Young Ben (voice)
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Verfügbarkeit
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