Die Geschichte vom weinenden Kamel (2004)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Byambasuren Davaa |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Drama |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2004-08-12 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (113 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Frühling in der Wüste Gobi bereitet sich eine Familie nomadischer Hirten auf die Geburt einer Reihe von Kamelfohlen vor. Eines der Jungtiere hat es besonders schwer, zur Welt zu kommen, und nur mit vereinter Anstrengung der Familie gelingt die Geburt überhaupt. Es handelt sich um ein seltenes weißes Kamelfohlen. Doch die Mutter verweigert sich ihm: Sie will es nicht säugen und zeigt keinerlei Fürsorge. Als alle gewöhnlichen Mittel erschöpft scheinen, entsteht ein ungewöhnlicher Plan: Zwei der Kinder brechen auf, um durch die Wüste zu einem Musiker zu reisen, von dem man sich Hilfe für das verstoßene Fohlen erhofft, ob und wie diese Rettung gelingt, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Der Dokumentarfilm entstand 2004 unter der Regie von Byambasuren Davaa. Vor der Kamera stehen Janchiv Ayurzana, Chimed Ohin, Amgaabazar Gonson und Zeveljamz Nyam. Der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Dokumentarfilm und Drama zeigt sich schon im Aufbau der Geschichte: Ein reales Ereignis aus dem Alltag einer Hirtenfamilie wird als in sich geschlossene Erzählung mit Spannungsbogen präsentiert, von der schwierigen Geburt über die Ablehnung durch die Mutter bis zur Suche nach einer Lösung. Dass die Besetzung ausschließlich aus den Mitgliedern der Familie selbst besteht, unterstreicht den dokumentarischen Charakter und verzichtet auf jede Form von schauspielerischer Fiktionalisierung. Die Handlung bleibt eng an das Tierische und das Alltägliche der Nomadenkultur gebunden, ohne dass die Erzählung dramatische Zuspitzungen erfindet, die über das Beobachtete hinausgehen. Die Suche nach dem Musiker als letzter Hoffnung verleiht der schlichten Ausgangslage eine fast märchenhafte Struktur, ohne dass der Film dabei sein dokumentarisches Fundament verlässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen zählt der Film zu jenen Werken, die ein kleines, aber recht zustimmendes Publikum gefunden haben. Seit seinem Erscheinen 2004 sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, in denen sich der Blick auf ruhig erzählte Dokumentarfilme über traditionelle Lebensweisen kaum verändert hat. Innerhalb des Genres steht der Film für eine unaufgeregte, beobachtende Form des Erzählens, die auf große dramatische Effekte verzichtet und stattdessen auf die stille Kraft des Alltäglichen setzt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Janchiv Ayurzana als Urgroßvater Janchiv
- Chimed Ohin als Urgroßmutter Chimed
- Amgaabazar Gonson als Großvater Amgaa
- Zeveljamz Nyam als Großmutter Zevel
- Ikhbayar Amgaabazar als Vater Ikchee
- Odgerel Ayusch als Mutter Odgoo
- Enkhbulgan Ikhbayar als Älterer Bruder Dude
- Uuganbaatar Ikhbayar als Jüngerer Bruder Ugna
- Guntbaatar Ikhbayar als Tochter Guntee
- Munkhbayar Lhagvaa als Musiklehrerin
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