Die fabelhafte Welt der Amélie (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Jeunet |
|---|---|
| Genre | Komödie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-04-25 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 10.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 173.921.954 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (12.661 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Amélie Poulain wächst als Einzelkind eines distanzierten Vaters auf und arbeitet als Kellnerin in einem Café am Montmartre. An dem Tag, an dem Lady Dianas Tod gemeldet wird, entdeckt sie hinter einer Wandkachel ihrer Wohnung eine Blechdose mit Kindheitsschätzen, die vor vierzig Jahren jemand dort versteckt hat.
Sie findet den Besitzer und beobachtet, was der Fund mit ihm macht. Von da an greift sie in andere Leben ein: Sie verkuppelt Kollegen, rächt einen schikanierten Angestellten, schickt ihrem Vater Fotos seines Gartenzwergs aus aller Welt. Nur bei sich selbst versagt die Methode — Nino, dem sie begegnet, weicht sie über den halben Film aus.
Entstehungsgeschichte
Jean-Pierre Jeunet sammelte über Jahre Notizbücher mit kleinen Beobachtungen und Vorlieben, die im Film als Aufzählungen auftauchen: was Figuren mögen und was nicht. Der Film ist aus diesem Material heraus entstanden.
Emily Watson war zunächst für die Hauptrolle vorgesehen und sagte ab. Jeunet entdeckte Audrey Tautou auf einem Filmplakat und besetzte sie nach einem einzigen Treffen. Der Titel wurde für sie geändert — die Figur hieß in früheren Fassungen anders.
Hinter den Kulissen
Der Film war einer der ersten europäischen Produktionen, die durchgehend digital farbkorrigiert wurden. Jeunet legte die gesamte Palette auf Grün, Rot und Gold fest, wodurch die Bilder gemalt wirken. Weichzeichner und Weitwinkelobjektive verstärken den Eindruck.
Der Montmartre wurde für die Aufnahmen digital bereinigt: Graffiti, Müll und Verkehrsschilder wurden entfernt. Diese Behandlung führte zu der bekanntesten Kritik am Film — der Publizist Serge Kaganski warf ihm vor, ein Paris zu zeigen, in dem es die tatsächliche Bevölkerung der Stadt nicht gibt, und den Blick eines rückwärtsgewandten Frankreichbildes zu bedienen. Yann Tiersens Musik stammt teilweise aus bereits veröffentlichten Alben, die Jeunet zufällig gehört hatte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 174 Millionen Dollar ein und war damit lange der international erfolgreichste französische Film überhaupt. Er war für fünf Oscars nominiert.
Die Ablehnung durch die Auswahlkommission von Cannes löste in Frankreich eine öffentliche Auseinandersetzung aus. Seine Wirkung auf das Bild von Paris ist bis heute messbar: Das Café des Deux Moulins ist ein Touristenziel, und die Bildsprache des Films prägt Werbung und Reisefotografie unverändert. Genau darin liegt auch der Vorbehalt — der Film hat eine Postkartenversion der Stadt geschaffen, die viele für die Stadt halten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Audrey Tautou als Amélie Poulain
- Mathieu Kassovitz als Nino Quincampoix
- Rufus als Raphaël Poulain
- Serge Merlin als Raymond Dufayel
- Jamel Debbouze als Lucien
- Clotilde Mollet als Gina
- Claire Maurier als Suzanne
- Isabelle Nanty als Georgette
- Dominique Pinon als Joseph
- Artus de Penguern als Hipolito
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