Delicatessen (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Jeunet |
|---|---|
| Genre | Komödie, Science Fiction, Fantasy |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-04-17 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 4.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.794.187 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.692 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer verfallenen Stadt betreibt ein Fleischer ein Geschäft mit klarer Rechnung: Er stellt Hausmeister ein und schlachtet sie nach wenigen Tagen. Das Fleisch verkauft er an die hungernden Bewohner des Hauses.
Der ehemalige Clown Louison ist als Nächster vorgesehen. Dann verliebt er sich in Julie, die Tochter des Fleischers — und der Ablauf gerät durcheinander. Im selben Haus versucht eine lebensmüde Bewohnerin täglich, sich mit einer selbstgebauten Apparatur umzubringen.
Entstehungsgeschichte
Regie führten Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro. Das Drehbuch schrieben Gilles Adrien, Jeunet und Caro.
Dominique Pinon spielt Louison, Marie-Laure Dougnac die Julie Clapet, Jean-Claude Dreyfus den Fleischer Clapet, Karin Viard die Mademoiselle Plusse und Rufus den Robert Kube.
Produziert wurde der Film von Claudie Ossard. Die Kamera führte Darius Khondji, den Schnitt besorgte Hervé Schneid, die Musik stammt von Carlos D'Alessio.
Hinter den Kulissen
Der Film verlegt seine Dystopie in ein einziges Mietshaus. Alles, was er über den Zustand der Welt sagt, sagt er über die Bewohner eines Gebäudes und die Ordnung, die dort gilt.
Diese Ordnung wird nicht angeklagt, sondern vorgeführt. Der Fleischer ist kein Ungeheuer, sondern ein Geschäftsmann; die Mieter sind keine Mitwisser, sondern Kunden. Der Schrecken liegt darin, wie beiläufig das Ganze abläuft.
Formal setzt der Film auf Rhythmus. Die Apparatur, mit der eine Bewohnerin ihre Selbsttötung versucht, ist eine Kette aus Einzelteilen, die einander auslösen — ein Prinzip, nach dem auch der Film selbst gebaut ist.
Dass drei Namen unter dem Drehbuch stehen und zwei Regie führen, passt zu dieser Bauweise. Der Film ist eine Konstruktion aus ineinandergreifenden Teilen — und wurde entsprechend gemeinsam entworfen.
Einordnung & Wirkung
Der Film erhielt vier Césars — für das Drehbuch, den Schnitt, das Szenenbild und als bester Erstlingsfilm.
Rotten Tomatoes weist 90 Prozent aus. Der Spiegel nannte ihn eine schwarze Messe des Humors, gruselig und grotesk.
Dass drei der vier Césars auf Buch, Schnitt und Ausstattung entfielen, beschreibt den Film genau. Seine Wirkung entsteht nicht aus Darstellerleistungen oder aus einer Geschichte, sondern aus der Machart — aus dem, was zwischen den Bildern passiert.
Die Auszeichnung als bester Erstlingsfilm ordnet ihn zusätzlich ein: Zwei Regisseure legten hier gemeinsam ihre erste abendfüllende Arbeit vor und hatten ihre Bildsprache bereits vollständig entwickelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dominique Pinon als Louison
- Marie-Laure Dougnac als Julie Clapet
- Jean-Claude Dreyfus als Clapet
- Karin Viard als Mademoiselle Plusse
- Ticky Holgado als Marcel Tapioca
- Pascal Benezech als Tried to Escape
- Edith Ker als Grandmother
- Rufus als Robert Kube
- Jacques Mathou als Roger Kube
- Chick Ortega als Postman
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Verfügbarkeit
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