Die andere Mutter (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Stephen Gyllenhaal |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-03-17 |
| Budget | 17.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 7.603.766 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (110 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein neugeborenes Kind, von seiner drogenabhängigen Mutter ausgesetzt, kommt in die Obhut der weißen Sozialarbeiterin Margaret Lewin, die den Jungen Isaiah aufzieht wie ihr eigenes Kind. Vier Jahre vergehen, in denen sich eine enge Bindung entwickelt. Dann taucht die leibliche Mutter wieder auf, clean nach einer Entziehungskur, und verlangt ihr Kind zurück. Vor Gericht treffen zwei Frauen aufeinander, die aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten stammen und beide einen Anspruch auf Isaiah geltend machen können. Die Geschichte stellt die Frage, was für das Kind selbst der größere Verlust wäre: das Leben ohne die Mutter, die es geboren hat, oder die Trennung von der einzigen Bezugsperson, die es kennt. Eine einfache Antwort wird nicht angeboten.
Entstehungsgeschichte
„Die andere Mutter“ entstand 1995 unter der Regie von Stephen Gyllenhaal. In den Hauptrollen sind Jessica Lange als Margaret Lewin und Halle Berry als leibliche Mutter zu sehen, an ihrer Seite David Strathairn und Cuba Gooding Jr. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Konstellation der Geschichte macht deutlich, worauf sie hinaus will: Es geht nicht um eine eindeutige Schuldfrage, sondern um zwei gleichermaßen begründete Formen von Mutterschaft, die sich gegenseitig ausschließen. Dass der Prozess selbst zum zentralen Schauplatz wird, verlagert den Konflikt aus dem Privaten ins Öffentliche und zwingt eine Institution dazu, über etwas zu urteilen, das sich eigentlich jeder juristischen Kategorie entzieht. Die Besetzung mit zwei prominenten Schauspielerinnen in den gegensätzlichen Rollen unterstreicht die Gleichwertigkeit der beiden Perspektiven, ohne dass der Film eine der beiden Frauen von vornherein ins Unrecht setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld des Genres, ohne dass sich daraus eine klare Tendenz zu überschwänglicher Zustimmung oder Ablehnung ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 1995 sind mittlerweile 30 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der Sorgerechtsdramen mit gesellschaftspolitischer Dimension im Kino verstärkt Platz fanden. Als reines Beziehungsdrama, das auf große äußere Effekte verzichtet und stattdessen auf die Zuspitzung im Gerichtssaal setzt, bleibt er ein Beispiel für ein Genre, das seine Spannung aus moralischer Ambivalenz statt aus eindeutigen Antworten bezieht.
Bilder



Besetzung & Stab
- Jessica Lange als Margaret Lewin
- Halle Berry als Khaila Richards
- David Strathairn als Charles Lewin
- Cuba Gooding Jr. als Eddie Hughes
- Daisy Eagan als Hannah Lewin
- Marc John Jefferies als Isaiah
- Samuel L. Jackson als Kadar Lewis
- Joie Lee als Marie
- Regina Taylor als Gussie
- LaTanya Richardson Jackson als Caroline Jones
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.