Des Teufels Bad (2024)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Severin Fiala |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery, Historie, Horror |
| Laufzeit | 121 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2024-03-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (181 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im 18. Jahrhundert lebt die junge Agnes in einer Ehe, in der für sie kaum Raum bleibt. Ihr Mann ist tief religiös und lässt sie mit ihrer Einsamkeit allein, ihre Verzweiflung wächst, ohne dass jemand darauf reagiert. Aus dieser Isolation heraus fasst Agnes einen Entschluss, der aus heutiger Sicht schwer zu begreifen ist: Sie gesteht, ein Kind getötet zu haben, und stellt sich den Behörden. Der Grund liegt nicht in Rachsucht oder Hass, sondern in einer verzweifelten Logik ihrer Zeit. Da Selbstmord als das schwerste aller Verbrechen gilt, sieht die depressive Frau in der Hinrichtung wegen eines anderen Verbrechens den einzigen Weg, ihrem Leben ein Ende zu setzen, ohne die Verdammnis eines Suizids auf sich zu nehmen. Der Film folgt dieser inneren Logik, ohne sie zu erklären oder zu kommentieren, und lässt so ein Bild von seelischer Not entstehen, das sich der Zuschreibung entzieht.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Veronika Franz bei diesem 2024 entstandenen Film. In den Hauptrollen sind Anja Plaschg, Maria Hofstätter, David Scheid und Natalya Baranova zu sehen. Der Titel ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama, Mystery, Historie und Horror deutet an, dass der Stoff nicht als reine Epochenerzählung angelegt ist. Statt äußerer Schrecken steht die innere Erosion einer Figur im Zentrum, aus der sich ein beklemmender, mystisch aufgeladener Ton ergibt. Dass die Geschichte im 18. Jahrhundert verortet ist, verstärkt die Distanz zu heutigen Vorstellungen von psychischer Erkrankung und macht sichtbar, wie religiöse und soziale Zwänge das Innenleben einer Frau formen. Die Konzentration auf eine einzelne, isolierte Figur inmitten einer Gemeinschaft, die keinen Zugang zu ihr findet, prägt die Anlage des gesamten Films.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer bislang eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Titel noch nicht abschließend im Genreumfeld verorten. Da der Film erst 2024 entstanden ist, liegt seine Bewertung zeitlich sehr nah am Erscheinungsjahr und dürfte sich mit wachsendem Publikum noch verschieben. Innerhalb der Kombination aus historischem Drama und Horror nimmt er durch seinen introspektiven Zugriff auf eine reale seelische Notlage eine eigene Position ein, die sich von reißerischeren Vertretern des Genres deutlich abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anja Plaschg als Agnes
- Maria Hofstätter als Mother-in-law Gänglin
- David Scheid als Wolf
- Natalija Baranova als Ewa Schikin
- Lukas Walcher als Lukas
- Agnes Lampl
- Camilla Schilien
- Lorenz Tröbinger
- Reinhold Felsinger
- Elias Schützenhofer als Michael
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Verfügbarkeit
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