Der Vagabund (1916)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Charlie Chaplin |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 24 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1916-07-10 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (138 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Straßenmusiker zieht mit seiner Geige durch die Gegend und gerät in den Weg einer Gaunerbande, die ein junges Mädchen bedrängt. Er befreit sie, nimmt sie mit auf seinen Wagen, und aus der Rettung entwickelt sich eine Zuneigung seinerseits. Unterwegs begegnen die beiden einem Maler, der das Mädchen porträtiert – und in diesem Zusammentreffen entsteht eine andere, wechselseitige Anziehung. Das entstandene Bild wiederum fällt einer wohlhabenden Frau in die Hände, die darin ihre verschwundene Tochter zu erkennen glaubt. Damit verknüpfen sich drei Fäden – Straßenleben, Kunst und eine mögliche Familiengeschichte – zu einer Geschichte, deren Ausgang offenbleibt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1916 unter der Regie von Charlie Chaplin, der auch die Hauptrolle des Vagabunden übernahm. An seiner Seite stehen Edna Purviance als das gerettete Mädchen, Eric Campbell und Charlotte Mineau. Angaben zu einer Altersfreigabe liegen nicht vor.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Komödie trifft hier auf einen Stoff, der zugleich Armut, Gewalt durch die Gaunerbande und eine familiäre Verlustgeschichte berührt – eine Mischung, die Situationskomik mit ernsteren Untertönen verbindet. Die Konstellation aus Straßenmusiker, umworbenem Mädchen und konkurrierendem Maler baut ein klassisches Dreiecksverhältnis auf, während die Wendung um das Porträt und die vermisste Tochter der Handlung eine zweite, melodramatische Ebene hinzufügt. Dass die Zuneigung des Mädchens sich vom Retter zum Maler verschiebt, deutet auf eine Geschichte, die nicht auf ein einfaches Happy End für die Hauptfigur zusteuert, sondern Enttäuschung als möglichen Bestandteil der Komödie mitdenkt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld der Rückmeldungen, ohne dass sich daraus ein breites Meinungsbild ableiten lässt. Seit der Entstehung 1916 sind mittlerweile 109 Jahre vergangen, was den Film in die frühe Phase der Stummfilmkomödie einordnet, in der kurze, pointierte Geschichten mit klar umrissenen Figurenkonstellationen die Regel waren. Innerhalb dieses Rahmens steht "Der Vagabund" für eine Erzählweise, die komische und dramatische Elemente eng verzahnt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Charlie Chaplin als The Saloon Violinist
- Edna Purviance als The Gypsy Drudge
- Eric Campbell als The Gypsy Chief
- Charlotte Mineau als The Mother
- Albert Austin als Trombonist (uncredited)
- Phyllis Allen als (uncredited)
- Lloyd Bacon als Artist (uncredited)
- Henry Bergman als (uncredited)
- Frank J. Coleman als Gypsy and Musician (uncredited)
- James T. Kelley als Gypsy and Musician (uncredited)
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Verfügbarkeit
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