Der Holzschuhbaum (1978)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ermanno Olmi |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 186 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1978-09-21 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (241 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Landgut in Norditalien, aufgeteilt zwischen einem Grundherrn und mehreren Bauernfamilien, die ihm zwei Drittel der Ernte schulden. Haus, Stall, Erde, Bäume, ein Teil des Viehs und der Geräte gehören nicht ihnen, sondern dem Besitzer. Zwischen den Feldarbeiten, wenn der Herbst in den Winter übergeht und der Frühling naht, entfaltet sich das Leben der Menschen mit ihren Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen: im Alltäglichen wie in den großen Ereignissen, einer Geburt, einer Hochzeit, einem Dorffest. Die Armut macht jedes Ding, jede Geste bedeutsam, nichts wird verschwendet, alles kann Körper und Seele dienen. Doch über diesem fein ausbalancierten Leben liegt die Willkür des Herrn, die alles nehmen kann, wie eine bösartige Jahreszeit über das Land zieht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1978 unter der Regie von Ermanno Olmi. Zur Besetzung gehören Luigi Ornaghi, Francesca Moriggi, Omar Brignoli und Antonio Ferrari. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als Drama angelegt, verzichtet die Geschichte auf einen einzelnen Helden und folgt statt dessen mehreren Familien gleichzeitig, deren Schicksale durch das gemeinsame Abhängigkeitsverhältnis zum Grundherrn verbunden sind. Die Erzählung ordnet sich an den Jahreszeiten und den Ritualen des bäuerlichen Lebens: Geburt, Hochzeit, Fest. Diese zyklische Struktur, in der Alltägliches und Besonderes gleich viel Gewicht erhalten, deutet auf eine Erzählhaltung, die weniger auf Zuspitzung als auf genaue Beobachtung setzt. Die Willkür des Besitzers, die am Ende alles in Frage stellen kann, steht dabei den mühsam errichteten kleinen Ordnungen der Familien gegenüber.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,6 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu den eher unter dem breiten Publikum bekannten Werken seines Genres. Seit seiner Entstehung 1978 sind mehr als vier Jahrzehnte vergangen, was ihn innerhalb des Dramas als einen Titel aus einer deutlich anderen erzählerischen Zeit erscheinen lässt, dessen ruhige, auf ein bäuerliches Kollektiv ausgerichtete Erzählweise sich von schnelleren, figurenzentrierten Dramen der Gegenwart unterscheidet.
Bilder



Besetzung & Stab
- Luigi Ornaghi als Batistì
- Francesca Moriggi als Batistina
- Omar Brignoli als Minec
- Antonio Ferrari als Tuni
- Teresa Brescianini als Widow Runk
- Giuseppe Brignoli als Anselmo
- Carlo Rota als Peppino
- Pasqualina Brolis als Teresina
- Massimo Fratus als Pierino
- Francesca Villa als Annetta
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Verfügbarkeit
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