Der Himmel wird warten (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marie-Castille Mention-Schaar |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-09-08 |
| TMDB-Bewertung | 7 (185 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sylvie und ihre Tochter Mélanie verbindet ein enges Verhältnis, in dem nichts unausgesprochen bleibt. Das ändert sich, als Mélanie im Internet einen jungen Mann kennenlernt, der ihr schmeichelt und mit ihr über Religion spricht. Die Kontakte führen dazu, dass sie sich entschließt, nach Syrien zu gehen. Parallel dazu erlebt eine andere Familie einen ähnlichen Bruch: Catherine und Samir sehen sich mit der Verhaftung ihrer 17-jährigen Tochter Sonia konfrontiert, nachdem ein Anschlag aufgedeckt wird, den sie geplant hatte, um ihrer Familie, wie es heißt, einen „Platz im Paradies“ zu sichern. Beide Mütter, Sylvie und Catherine, versuchen in der Folge, ihre Töchter von einem Weg abzubringen, der aus Hass und Selbstzerstörung besteht.
Entstehungsgeschichte
Der französische Spielfilm entstand 2016 unter der Regie von Marie-Castille Mention-Schaar. In den Hauptrollen sind Noémie Merlant, Naomi Amarger, Sandrine Bonnaire und Clotilde Courau zu sehen. Der Film ist im Bereich des Dramas angesiedelt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte wird über zwei parallele Familienschicksale erzählt, die dasselbe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten: die schleichende Radikalisierung von Jugendlichen und der Versuch der Eltern, sie zu verstehen und zurückzuholen. Dass beide Mütter im Zentrum stehen, richtet den Blick weniger auf die ideologischen Mechanismen selbst als auf die familiäre Ohnmacht angesichts eines Prozesses, der sich zunächst im Verborgenen, über Internet und persönliche Gespräche, vollzieht. Die Erzählung verzichtet darauf, die jungen Frauen als Feindbilder zu zeichnen, sondern nähert sich ihnen über die Beziehung zu ihren Müttern.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis von 185 Stimmen bewegt sich der Film im soliden, aber nicht auffällig herausragenden Bereich für dramatische Stoffe mit gesellschaftlichem Bezug. Seit dem Erscheinungsjahr 2016 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, in denen sich die öffentliche Auseinandersetzung mit Radikalisierung junger Menschen weiterentwickelt hat, was dem Film seine damalige Aktualität nicht nimmt, ihn aber aus der unmittelbaren Gegenwart heraushebt. Innerhalb des Dramagenres ordnet er sich als Beitrag ein, der ein sensibles Thema über die familiäre Perspektive statt über politische Analyse verhandelt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Noémie Merlant als Sonia Bouzaria
- Naomi Amarger als Mélanie Thenot
- Sandrine Bonnaire als Catherine Bouzaria
- Clotilde Courau als Sylvie Thenot
- Zinedine Soualem als Samir Bouzaria
- Yvan Attal als Yvan Thenot
- Ariane Ascaride als Judge
- Samia Sassi als Parent group woman
- Karine Dogliani als Parent group woman
- Bruno García als Parent group man
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Verfügbarkeit
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