Der Fall Eichmann (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paul Andrew Williams |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, TV-Film |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-01-20 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (205 Stimmen) |
Worum es geht
Jerusalem, 1961: Der Prozess gegen Adolf Eichmann wird zur Weltnachricht. Der amerikanische TV-Produzent Milton Fruchtman will das Verfahren nicht nur begleiten, sondern es einem globalen Publikum zugänglich machen, und holt sich dafür den Regisseur Leo Hurwitz an seine Seite. Die beiden setzen durch, dass Kameras im Gerichtssaal stehen und die Verhandlung Tag für Tag dokumentiert wird, gegen Todesdrohungen, gegen Bedenken von Sendern und gegen den Widerstand des israelischen Premierministers David Ben-Gurion, der einen Schauprozess fürchtet. Im Zentrum steht der Widerspruch zwischen den Berichten der Überlebenden der Schoah, die von ihren Erfahrungen erzählen, und der auffälligen Reuelosigkeit Eichmanns selbst. Die Übertragung erreicht am Ende 37 Länder.
Entstehungsgeschichte
„Der Fall Eichmann“ entstand 2015 unter der Regie von Paul Andrew Williams als Fernsehfilm mit den Genrezuschreibungen Drama und Historie. In den Hauptrollen stehen Anthony LaPaglia, Martin Freeman, Rebecca Front und Andy Nyman. Die Freigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Historie, angesiedelt im Format des TV-Films, verortet den Stoff nah an dokumentarischer Nüchternheit statt an großer Kinodramaturgie. Dass die Geschichte nicht den Prozess selbst, sondern die Produzenten und Techniker hinter der Übertragung ins Zentrum stellt, verschiebt den Blick vom Angeklagten auf die Frage, wie mediale Vermittlung von Geschichte überhaupt möglich wird. Die Besetzung mit erfahrenen Charakterdarstellern statt großer Zugpferde passt zu einem Stoff, der auf Zurückhaltung und Beobachtung statt auf Effekt setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer eher schmalen, im niedrigen dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Rezeption ablesen ließe. Zehn Jahre nach seiner Entstehung bleibt er ein Beispiel dafür, wie das Fernsehen selbst zum Thema historischer Erzählungen werden kann, ein Nischenfall innerhalb der zahlreichen filmischen Auseinandersetzungen mit dem Holocaust und seiner juristischen Aufarbeitung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anthony LaPaglia als Leo Hurwitz
- Martin Freeman als Milton Fruchtman
- Rebecca Front als Mrs Landau
- Andy Nyman als David Landor
- Nicholas Woodeson als Yaakov Jonilowicz
- Ben Addis als Ron Huntsman
- Samuel West als Narrator
- Caroline Bartleet als Judy Gold
- Morwenna Banks als Female Translator (voice)
- Ed Birch als Millek Knebel
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Verfügbarkeit
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