Der Antichrist (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alberto De Martino |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-11-22 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (108 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ippolita sitzt seit einem Kindheitsunfall im Rollstuhl. Die Beine sind gelähmt, doch schwerer wiegt der Zorn, den sie seither gegen ihren Vater hegt, der damals am Steuer saß und für sie die Schuld an ihrem Zustand trägt. Um ihren aufgewühlten Geist zu beruhigen, unterzieht man sie hypnotischen Sitzungen. Statt Ruhe bringen diese jedoch Bilder eines fremden, früheren Lebens hervor. Ippolita erkennt darin die Wiedergeburt einer Hexe, die einst Satans Geliebte war – und mit dieser Erkenntnis öffnet sich ein Zugang für den rachsüchtigen Geist der Hexe, der noch immer danach trachtet, durch einen geeigneten Körper Satans Sohn zur Welt zu bringen.
Entstehungsgeschichte
„Der Antichrist“ entstand 1974 unter der Regie von Alberto De Martino. In den Hauptrollen sind Carla Gravina als Ippolita sowie Mel Ferrer, Arthur Kennedy und George Coulouris zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Horror zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Das körperliche Leiden Ippolitas und ihr familiärer Konflikt bilden den dramatischen Unterbau, auf dem sich das übernatürliche Element – Besessenheit, Reinkarnation, satanische Abstammung – entfaltet. Die Hypnose als Auslöser der Visionen verknüpft ein psychologisches Motiv mit dem religiös aufgeladenen Horror-Sujet und macht die Grenze zwischen seelischer Erschütterung und dämonischer Einflussnahme bewusst unscharf. Die Besetzung mit Mel Ferrer, Arthur Kennedy und George Coulouris deutet auf ein Ensemble, das neben der jungen Protagonistin ältere, gestandene Figuren um sie herum positioniert – passend zu einer Handlung, die sich um Familie, Autorität und Schuld dreht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich – kein Ausreißer nach oben oder unten. Seit seiner Entstehung 1974 sind mittlerweile über fünfzig Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Frühphase jener Horrorfilme der 1970er Jahre einordnet, die religiöse Motive mit körperlichem und psychischem Grauen verknüpften. Innerhalb dieses Genrefelds steht „Der Antichrist“ als italienischer Beitrag, der Besessenheit nicht nur als übernatürliches Phänomen, sondern auch als Fortsetzung eines familiären Traumas erzählt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Carla Gravina als Ippolita Oderisi
- Mel Ferrer als Massimo Oderisi
- Arthur Kennedy als Bishop Ascanio Oderisi
- George Coulouris als Father Mittner
- Alida Valli als Irene
- Mario Scaccia als Faith Healer
- Umberto Orsini als Dr. Marcello Sinibaldi
- Anita Strindberg als Greta
- Remo Girone als Filippo Oderisi
- Ernesto Colli als Possessed Man
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