Dekalog, Sechs (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film |
| Laufzeit | 58 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-09-06 |
| TMDB-Bewertung | 8 (161 Stimmen) |
Worum es geht
Der junge Tomek verbringt seine Abende damit, seine Nachbarin Magda mit einem Fernrohr zu beobachten. Was als heimliche Distanz beginnt, treibt ihn schließlich dazu, seine Zurückhaltung zu überwinden und ihr tatsächlich zu begegnen. Diese Begegnung verläuft nicht so, wie er es sich in seiner Einsamkeit ausgemalt hat, und endet in einem Fiasko, das Tomek an den Rand der Verzweiflung bringt. Erst als er versucht, seinem Leben ein Ende zu setzen, reagiert Magda und nähert sich ihm an. Zwischen Beobachtung und Begegnung liegt ein Bruch, der beide Figuren zwingt, die schützende Distanz aufzugeben, die sie bis dahin voneinander getrennt hat.
Entstehungsgeschichte
„Dekalog, Sechs“ entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski als Fernsehfilm. In den Hauptrollen sind Olaf Lubaszenko und Grażyna Szapołowska zu sehen, an ihrer Seite Stefania Iwińska und Artur Barciś.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama in Form eines Fernsehfilms passt zu einer Erzählung, die auf wenige Figuren und einen eng begrenzten Schauplatz setzt. Die Konstruktion der Geschichte macht die Distanz zwischen den Menschen zu ihrem eigentlichen Thema: Ein Fernrohr, eine Fensterscheibe, ein Treppenhaus – all das sind Trennlinien, die überwunden werden müssen, bevor ein echtes Gegenüber möglich wird. Dass die Annäherung erst nach einem Scheitern und einem Akt der Verzweiflung gelingt, zeigt, wie hoch der Preis für echte Nähe in dieser Geschichte angesetzt ist. Die Beobachtung selbst wird nicht als romantische Geste erzählt, sondern als Symptom einer Isolation, die beide Figuren teilen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen gehört der Film zu den höher bewerteten Titeln seines Umfelds, auch wenn die Bewertungsbasis vergleichsweise klein bleibt. Seit der Entstehung 1989 sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, in denen sich die technischen Mittel der Beobachtung – anders als im Film mit dem Fernrohr – grundlegend gewandelt haben, während das zugrundeliegende Thema der Einsamkeit davon unberührt bleibt. Innerhalb des Dramas nimmt der Film mit seiner reduzierten Erzählweise eine eigene Position ein, die stärker auf psychologische Genauigkeit als auf äußere Handlung setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Olaf Lubaszenko als Tomek
- Grażyna Szapołowska als Magda
- Stefania Iwińska als Tomek's Maid
- Artur Barciś als Man with a Briefcase
- Stanisław Gawlik als Wacek
- Piotr Machalica als Roman
- Rafal Imbro als Magda's Lover
- Jan Piechociński als Magda's Lover
- Małgorzata Rożniatowska als Post Office Chief
- Jarosława Michalewska als Store Manager (uncredited)
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Verfügbarkeit
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