Dekalog, Neun (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film, Liebesfilm |
| Laufzeit | 58 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-05-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (134 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Chirurg lebt nach eigener Einschätzung in einer glücklichen Ehe, bis ihm eine Diagnose seine Zukunft nimmt: Er wird nie wieder zu einem sexuellen Leben fähig sein. Aus dieser Erkenntnis wächst nicht nur Angst um sich selbst, sondern auch Misstrauen gegenüber seiner Frau. Er beginnt, ihr nachzuspionieren, überzeugt, dass sie eine Beziehung zu einem anderen Mann unterhält. Der Verdacht erweist sich als begründet, denn seine Frau hat tatsächlich eine Affäre mit einem Studenten. Die Ehe gerät dadurch in eine Krise, die sich zuspitzt, bis falsche Schlussfolgerungen zu einer Verzweiflungstat führen.
Entstehungsgeschichte
Der Fernsehfilm entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski. In den Hauptrollen sind Ewa Błaszczyk, Piotr Machalica, Artur Barciś und Jan Jankowski zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Fernsehfilm und Liebesgeschichte zeigt, wie eng hier private Beziehung und existenzielle Erschütterung verknüpft sind: Es geht weniger um romantische Verwicklung als um die Frage, was aus einer Partnerschaft wird, wenn ein Körper und ein Selbstbild zerbrechen. Die Erzählung setzt bei einer medizinischen Diagnose an und verfolgt konsequent, wie sich daraus Eifersucht, Kontrollzwang und Misstrauen entwickeln. Dass die Befürchtungen des Chirurgen sich als berechtigt erweisen, verschiebt die moralische Balance: Es ist kein reines Missverständnisdrama, sondern eine Geschichte, in der Verdacht und Wahrheit sich überlagern, ohne dass eine Seite eindeutig entlastet wird. Die kammerspielartige Anlage – wenige Figuren, ein enger Beziehungsraum – lässt vermuten, dass der Film emotionale Zuspitzung dem äußeren Handlungsbogen vorzieht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,6 bei einer noch vergleichsweise kleinen Zahl abgegebener Stimmen zählt der Film zu den solide, aber nicht breit bewerteten Titeln seiner Zeit. Seit der Entstehung 1989 sind mittlerweile 36 Jahre vergangen, ohne dass sich am Kern der Geschichte – Vertrauen, Verlust und Selbstzweifel innerhalb einer Ehe – etwas relativiert hätte. Innerhalb des Dramas mit Liebesfilm-Elementen bleibt der Titel ein Beispiel für eine Erzählweise, die private Krisen ohne äußere Spannungsmomente auskommen lässt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ewa Błaszczyk als Hanna Nycz
- Piotr Machalica als Roman Nycz
- Artur Barciś als Cyclist
- Jan Jankowski als Mariusz Zawidzki
- Jolanta Piętek-Górecka als Ola
- Katarzyna Piwowarczyk als Ania
- Jerzy Trela als Mikołaj
- Małgorzata Boratyńska als Nurse
- Renata Berger als Clerk
- Janusz Cywiński als Chief Physician
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Verfügbarkeit
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