Dekalog, Acht (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film |
| Laufzeit | 55 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-05-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (140 Stimmen) |
Worum es geht
Eine Universitätsvorlesung über Ethik wird zum Ausgangspunkt einer Konfrontation mit der Vergangenheit. Die Professorin Zofia lässt eine amerikanische Journalistin, Elżbieta, an ihrem Seminar teilnehmen – die beiden Frauen kennen sich aus früherer Zusammenarbeit. Elżbieta bittet darum, einen Fall zur ethischen Analyse vorzustellen, und erzählt eine Geschichte aus dem Warschau des Jahres 1943: Ein junges katholisches Ehepaar, das bereits mehreren Juden geholfen hatte, sagt zu, die Patenschaft für ein sechsjähriges jüdisches Mädchen zu übernehmen, das für eine Aufnahme bei einer anderen Familie ein Taufzeugnis benötigt. Im letzten Moment jedoch verweigern die beiden die zugesagte Hilfe – mit der Begründung, vor Gott nicht lügen zu können. Wie sich diese Geschichte mit Zofias eigener Vergangenheit verknüpft, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
Der Fernsehfilm entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski. In den zentralen Rollen sind Maria Kościałkowska, Teresa Marczewska, Artur Barciś und Tadeusz Łomnicki zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Anlage der Erzählung als Drama im Fernsehformat verweist auf eine kammerspielartige, dialoglastige Auseinandersetzung statt auf große äußere Handlung. Dass die Geschichte über eine Vorlesung eingeführt wird, in der ein moralischer Fall zur Diskussion gestellt wird, macht Ethik selbst zum Thema, nicht nur zum Hintergrund. Die Konfrontation zwischen einer Universitätsdozentin und einer aus dem Ausland kommenden Journalistin deutet zudem auf eine Spannung zwischen abstrakter moralischer Reflexion und persönlicher, historisch belasteter Erfahrung hin. Dass die geschilderte Entscheidung von 1943 in einer akademischen Gegenwart wieder aufgerollt wird, lässt vermuten, dass es dem Film um die Frage geht, wie sich Schuld und Rechtfertigung über Jahrzehnte hinweg erzählen und bewerten lassen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den weniger breit rezipierten Teilen seines Umfelds, was angesichts des Fernsehformats und des Erscheinungsjahres 1989 nicht überrascht. Seit der Entstehung sind inzwischen 36 Jahre vergangen, in denen der Film als einzelnes Kapitel eines größeren, in ethischen Fragen verankerten Erzählprojekts steht, ohne dass sich daraus weitere Angaben zu seiner Wirkung ableiten lassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Maria Kościałkowska als Zofia
- Teresa Marczewska als Elżbieta Loranc
- Artur Barciś als Student
- Tadeusz Łomnicki als Tailor
- Marian Opania als University Dean
- Bronisław Pawlik als Philatelist
- Wojciech Asiński als Student
- Marek Kępiński als Flat Resident
- Janusz Mond als Flat Resident
- Krzysztof Rojek als Athlete
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Verfügbarkeit
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