Das Salz der Erde (1954)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Herbert J. Biberman |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1954-03-14 |
| TMDB-Bewertung | 7 (104 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer Minenstadt in New Mexico arbeiten Bergarbeiter mexikanischer Herkunft unter Bedingungen, die deutlich schlechter sind als jene ihrer anglo-amerikanischen Kollegen. Im Zentrum steht die Ehe von Ramón und Esperanza Quintero: Als die Männer in einen Streik treten, um gegen die Ungleichbehandlung vorzugehen, spitzt sich die Lage zu. Eine gerichtliche Verfügung untersagt den streikenden Männern das Aufstellen von Streikposten – die Frauen übernehmen daraufhin diese Aufgabe, während die Männer erstmals die Hausarbeit verrichten. Aus dieser Umkehrung der Rollen entwickelt sich ein Prozess, in dem die Frauen von einer untergeordneten Stellung zu gleichberechtigten Mitstreiterinnen im gemeinsamen Kampf werden.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1954 unter der Regie von Herbert J. Biberman. Zu den Darstellenden zählen Rosaura Revueltas, Juan Chacón, Will Geer und David Bauer. Ein Großteil der Besetzung bestand nicht aus professionellen Schauspielern, sondern aus Beteiligten, die dem tatsächlichen Streikgeschehen nahestanden.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Historie zeigt sich in der engen Anlehnung an reale Ereignisse eines Bergarbeiterstreiks. Dass der Film überwiegend mit Laiendarstellern arbeitet, verleiht der Geschichte eine dokumentarische Nähe zum geschilderten Konflikt. Die erzählerische Konstruktion, die den familiären Alltag der Quinteros mit dem kollektiven Arbeitskampf verschränkt, macht die soziale Ungleichheit an einer einzelnen Beziehung sichtbar: Der private Rollentausch zwischen Ramón und Esperanza spiegelt den größeren gesellschaftlichen Umbruch, den der Streik auslöst.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht breit ausgewerteten Bereich. Seit dem Erscheinungsjahr 1954 liegen inzwischen über siebzig Jahre, was den Titel in eine frühe Phase des sozialkritischen Kinos einordnet, das reale Arbeitskonflikte und Fragen sozialer Gerechtigkeit zum erzählerischen Kern macht. Innerhalb des Genres von Drama und Historie steht er für eine Erzählweise, die individuelles Schicksal und kollektive Bewegung eng miteinander verknüpft, ohne dabei auf professionelle Starbesetzung angewiesen zu sein.
Bilder







Besetzung & Stab
- Rosaura Revueltas als Esperanza Quintero
- Juan Chacón als Ramon Quintero
- Will Geer als Sheriff
- David Bauer als Barton
- Mervin Williams als Hartwell
- David Sarvis als Alexander
- Clinton Jencks als Frank Barnes
- Virginia Jencks als Ruth Barnes
- Henrietta Williams als Teresa Vidal
- Ernesto Velázquez als Charley Vidal
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