Das Musikzimmer (1958)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Satyajit Ray |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1958-10-10 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (165 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Indien in den 1930er Jahren: Der Adlige Huzur Biswambhar Roy lebt von der Erinnerung an vergangene Pracht, während sein Nachbar Mahim, ein Mann bürgerlicher Herkunft, gesellschaftlich immer weiter aufsteigt. Roy sieht seinen eigenen Stand und Wohlstand schwinden, verarmt und zunehmend vereinsamt. Statt sich mit dem Niedergang abzufinden, unternimmt er einen letzten Versuch, die alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen – ein Fest der Erinnerung, das mehr über Verlust erzählt als über Wiederkehr.
Entstehungsgeschichte
„Das Musikzimmer“ entstand 1958 unter der Regie von Satyajit Ray und beruht auf einer Kurzgeschichte des indischen Autors Tarashankar Banerjee. In den Hauptrollen sind Chhabi Biswas, Gangapada Basu, Kali Sarkar und Tulsi Lahiri zu sehen. Der Film verbindet die Anlage eines Dramas mit musikalischen Elementen und ist damit stärker als reine Erzählung denn als Genrestück angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Musik ist hier kein Zufall, sondern Ausdruck der Geschichte selbst: Musik dient als Symbol für eine untergehende Lebensform, deren letzter Glanz sich in Klängen und Festen manifestiert, während die reale Substanz dahinter längst zerfallen ist. Die Gegenüberstellung von altem Adel und aufstrebendem Bürgertum bildet den erzählerischen Kern, ohne dass der Film daraus ein einfaches Gut-Böse-Schema macht. Stattdessen liegt der Fokus auf dem inneren Erleben eines Mannes, der sich an eine Welt klammert, die ihm bereits entglitten ist. Die reduzierte Besetzung deutet auf eine kammerspielartige, konzentrierte Erzählweise hin, die weniger auf äußere Handlung als auf Stimmung und Verfall setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen zählt „Das Musikzimmer“ zu den eher selten bewerteten, aber konstant positiv aufgenommenen Titeln seines Genres. Seit der Entstehung des Films sind inzwischen 67 Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Frühgeschichte des indischen Kinos einordnet. Innerhalb der Verbindung von Drama und Musik nimmt er eine Position ein, die weniger auf Unterhaltung als auf die stille Beobachtung von Wandel und Verlust setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Chhabi Biswas als Biswambhar Roy
- Gangapada Basu als Mahim Ganguli
- Kali Sarkar als Anantha
- Tulsi Lahiri als Prashanna
- Padmadevi als Mahamaya Roy
- Pinaki Sengupta als Khoka Roy
- Begum Akhtar als Durga Bai
- Waheed Khan als Ustad Ujir Khan
- Roshan Kumari als Krishna Bai
- Sardar Akhtar als Singer
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Verfügbarkeit
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