Das Kind (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luc Dardenne |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-09-14 |
| Einspielergebnis | 5.507.396 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (290 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sonia verlässt die Klinik mit ihrem Neugeborenen im Arm und sucht in einer trostlosen Industriestadt nach Bruno, dem Vater des Kindes. Der findet sich nicht leicht: Er hat die gemeinsame Wohnung untervermietet und geht nicht ans Telefon. Als Sonia ihn schließlich aufspürt und ihm seinen Sohn zeigt, reagiert Bruno kaum. Der jugendliche Kleinkriminelle lebt von der Hand in den Mund und trifft eine Entscheidung, die alles verändert: Er verkauft das Kind heimlich für 5000 Euro an einen anonymen Händler. Sonias Zusammenbruch trifft Bruno unerwartet hart, und zum ersten Mal meldet sich so etwas wie Gewissen. Was er unternimmt, um den Jungen zurückzuholen, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
„Das Kind“ entstand 2005 unter der Regie von Luc Dardenne. Der belgische Spielfilm zeigt Jérémie Renier als Bruno und Déborah François als Sonia, außerdem sind Olivier Gourmet und Jérémie Segard besetzt. Eine Altersfreigabe ist nicht überliefert.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf genrehafte Zuspitzungen und erzählt seine Geschichte konsequent aus der Beobachtung heraus: zwei junge Menschen, eine trostlose urbane Umgebung, eine Entscheidung mit existenziellen Folgen. Dass die Handlung sich auf wenige Figuren und einen engen Handlungsraum konzentriert, verweist auf eine Erzählweise, die Nähe zu ihren Charakteren sucht statt äußere Dramatik. Der Kindsverkauf als Wendepunkt macht deutlich, dass es weniger um Kriminalität als solche geht als um die moralische Erschütterung, die daraus erwächst, und um die Frage, wie ein Mensch angesichts der eigenen Tat zu Verantwortung findet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis von rund 290 Wertungen zeigt sich ein Film, der bei jenen, die ihn gesehen haben, überwiegend positiv ankommt, ohne ein breites Massenpublikum erreicht zu haben. Zwanzig Jahre nach seiner Entstehung bleibt er ein Beispiel für ein sozial grundiertes Drama, das seine Wirkung aus der Zuspitzung einer moralischen Notlage zieht statt aus äußerer Handlung. Innerhalb des Dramagenres steht er für eine unaufgeregte, figurenzentrierte Erzählhaltung.
Bilder





Besetzung & Stab
- Jérémie Renier als Bruno
- Déborah François als Sonia
- Olivier Gourmet als Policier
- Jérémie Segard als Steve
- Stéphane Bissot als La receleuse
- François Olivier als Remy
- Mireille Bailly als Mère de Bruno
- Fabrizio Rongione als Jeune Bandit
- Anne Gerard als Commerçante
- Bernard Marbaix als Commerçante
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Verfügbarkeit
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