Das große Fressen (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marco Ferreri |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-05-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (560 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paris im Winter. Vier Freunde, allesamt Feinschmecker und Vielesser, fassen einen Plan. Ugo besitzt ein Restaurant und ist ein großer Koch. Philippe ist ein hochrangiger Richter, der noch immer bei seiner Amme Nicole lebt, die ihn bis heute stillt. Marcello fliegt als Pilot für die Alitalia, ein Mann, der sich als sexuelles Raubtier versteht und inzwischen impotent ist. Michel, der vierte, produziert und moderiert Fernsehsendungen, hat eine feminine Ausstrahlung, ist geschieden und müde.
Alle vier sind ihres langweiligen Lebens und ihrer unerfüllten Wünsche überdrüssig. Sie schließen sich in einer Villa ein, zu dem, was sie ein „gastronomisches Seminar" nennen. Tatsächlich ist es ein gemeinsamer Abschied: Sie wollen essen, bis der Tod eintritt.
Entstehungsgeschichte
Marco Ferreri führte Regie; der Film stammt aus dem Jahr 1973. Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Michel Piccoli und Philippe Noiret bilden die Besetzung, und ihre Vornamen tragen auch die vier Figuren. Die Altersfreigabe ab 16 Jahren ist bei diesem Stoff naheliegend.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Komödie, und der Stoff verlangt beides: Der Vorsatz, sich zu Tode zu essen, ist ein tragischer Entschluss, seine Ausführung in Gelagen hat groteske Züge. Die vier Männer erscheinen als Vertreter von Wohlstand und Erfolg, Koch, Richter, Pilot, Fernsehmann, denen genau dieser Erfolg nichts mehr bedeutet.
Die Figur des Philippe mit seiner Amme und die des impotenten Marcello zeigen, wie der Film Körperlichkeit und Verfall verhandelt. Das Essen ist dabei zugleich Genuss und Waffe gegen sich selbst. Die Anlage als Kammerspiel in einer abgeschlossenen Villa konzentriert alles auf die vier Männer und ihren Entschluss.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,1 von 10 bei einer Stimmenzahl im dreistelligen Bereich ist gut und zeigt, dass der Film auch heute noch angesehen und bewertet wird. Dreiundfünfzig Jahre liegen zwischen dem Erscheinungsjahr und der Gegenwart. Innerhalb der Tragikomödie steht der Titel für eine Spielart, die das Genre an seine Grenze treibt: Die Komik entsteht aus einem Vorhaben, das kein Zurück kennt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marcello Mastroianni als Marcello
- Ugo Tognazzi als Ugo
- Michel Piccoli als Michel
- Philippe Noiret als Philippe
- Andréa Ferréol als Andrea
- Solange Blondeau als Danielle
- Florence Giorgetti als Anne
- Michèle Alexandre als Nicole
- Monique Chaumette als Madeleine
- Henri Piccoli als Hector
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Verfügbarkeit
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