Das Geheimnis des Marcelino (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ladislao Vajda |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-02-24 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (300 Stimmen) |
Worum es geht
In einem abgelegenen Bergkloster nahe einem spanischen Dorf wächst der kleine Marcelino auf. Seine Mutter hat ihn einst vor der Klosterpforte zurückgelassen, die Mönche nahmen sich seiner an. Das Zusammenleben mit dem Jungen ist für die Ordensbrüder keine leichte Aufgabe, denn Marcelino ist zu Streichen aufgelegt, bringt aber zugleich Wärme in ihren entbehrungsreichen Alltag. Auf dem Dachboden des Klosters entdeckt er eines Tages ein großes Holzkreuz mit der Figur des gekreuzigten Jesus. Als ihm erklärt wird, wer dort dargestellt ist, beginnt er, eine ganz eigene, kindliche Beziehung zu dieser Figur aufzubauen, und bietet ihr bei einer Gelegenheit von seinem eigenen Brot an.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1955 unter der Regie von Ladislao Vajda. In den Hauptrollen sind Pablito Calvo, Rafael Rivelles, Antonio Vico und Juan Calvo zu sehen. Es handelt sich um ein Drama, freigegeben ab 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist als reines Drama angelegt, ohne begleitende Genrezusätze wie Komödie oder Fantasy, obwohl der Stoff selbst ein übernatürliches Element enthält. Diese Zurückhaltung in der Einordnung passt zur Erzählweise: Das Wunder wird nicht als spektakuläres Ereignis inszeniert, sondern wächst aus dem Alltag eines Klosterlebens heraus, das von Entbehrung und stiller Frömmigkeit geprägt ist. Die Besetzung mit einem Kinddarsteller in der Titelrolle und mehreren erwachsenen Nebenfiguren aus dem Ordensleben deutet darauf hin, dass der Film die Perspektive des Kindes bewusst gegen die der Erwachsenenwelt setzt, die Unschuld gegen die harte Realität des klösterlichen Alltags. Die Altersfreigabe ab 6 Jahren signalisiert zudem, dass die Geschichte trotz religiöser und existenzieller Themen als kindgerecht erzählt gedacht ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,4 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein grundsätzlich positives, aber statistisch nicht sehr breit abgesichertes Bild ab. Seit der Entstehung des Films 1955 sind inzwischen 70 Jahre vergangen, was ihn innerhalb des Dramengenres zu einem Werk macht, das deutlich außerhalb heutiger Erzähl- und Produktionsgewohnheiten liegt. Innerhalb religiös grundierter Kinder- und Familiendramen nimmt er durch seine schlichte, auf ein einzelnes Wunder konzentrierte Handlung eine klar umrissene Position ein.
Bilder







Besetzung & Stab
- Pablito Calvo als Marcelino
- Rafael Rivelles als Padre Superior
- Antonio Vico als Fray Puerta
- Juan Calvo als Fray Papilla
- José Marco Davó als Pascual
- José Nieto als Civil Guard Commander
- Fernando Rey als Monje narrador
- Juanjo Menéndez als Fray Giles
- Adriano Domínguez als Monk
- Matilde F. Vilariño als Marcelino (voice) (uncredited)
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