Das Cabinet des Dr. Caligari (1920)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Wiene |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror, Thriller, Krimi |
| Laufzeit | 72 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1920-02-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 18.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.811 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (1.823 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf einem Jahrmarkt zeigt Dr. Caligari eine Attraktion: Cesare, einen Schlafwandler, der seit Jahren nicht erwacht ist und angeblich die Zukunft vorhersagen kann. In derselben Nacht geschieht ein Mord, und in den folgenden Nächten weitere.
Franzis nimmt die Verfolgung auf. Erzählt wird das Ganze aus einer Nervenheilanstalt heraus, in der ein Insasse den Leiter beschuldigt, Caligari zu sein. Was daran stimmt, dreht der Film am Schluss um — und lässt offen, wer hier verrückt ist.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Robert Wiene, das Drehbuch schrieben Carl Mayer und Hans Janowitz. Produziert wurde der Film von der Decla-Film-Gesellschaft.
Werner Krauß spielt den Dr. Caligari, Conrad Veidt den Schlafwandler Cesare, Friedrich Fehér den Franzis und Lil Dagover die Jane Olsen.
Die Rahmenhandlung stand nicht im ursprünglichen Drehbuch — Wiene fügte sie hinzu. Die beiden Autoren stellten sich dagegen; der Streit um diese Änderung wird bis heute geführt.
Hinter den Kulissen
Die Kulissen entwarfen Walter Reimann, Hermann Warm und Walter Röhrig; hergestellt wurden sie in Berlin-Weißensee.
Sie sind der eigentliche Gegenstand des Films: gemalte und gebaute, grotesk verzerrte Bauten, in denen kaum etwas gerade verläuft.
Damit ist der Film die bekannteste Umsetzung des Expressionismus im Kino — und ein Beleg dafür, dass sich mit Farbe auf Leinwand ein Zustand erzeugen lässt, für den es keine Beleuchtungstechnik gab.
Einordnung & Wirkung
Die Uraufführung fand am 26. Februar 1920 statt.
Der Filmhistoriker Siegfried Kracauer deutete das Werk als Vorschein einer autoritären Haltung, die in Deutschland später zum Nationalsozialismus führte — eine Lesart, die die Rezeption des Films über Jahrzehnte bestimmt hat.
Seine Wirkung reicht weit: auf das expressionistische Kino, auf den Fantasyfilm und auf die Bildsprache des Horrors bis in die Gegenwart. Zugleich verschaffte er dem deutschen Film nach dem Ersten Weltkrieg international künstlerische Anerkennung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Werner Krauss als Dr. Caligari
- Conrad Veidt als Cesare
- Friedrich Fehér als Francis
- Lil Dagover als Jane
- Hans Heinrich von Twardowski als Alan
- Rudolf Lettinger als Dr. Olsen
- Henri Peters-Arnolds als Young Doctor (uncredited)
- Rudolf Klein-Rogge als Criminal (uncredited)
- Hans Lanser-Rudolf als Old Man (uncredited)
- Ludwig Rex als Murderer (uncredited)
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