Dallas Buyers Club (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Marc Vallée |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-11-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 55.736.588 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (9.281 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ron Woodroof arbeitet 1985 als Elektriker auf texanischen Ölfeldern, reitet Rodeo und lebt in einem Wohnwagen. Nach einem Arbeitsunfall eröffnet ihm ein Arzt, dass er HIV-positiv ist und rund dreißig Tage zu leben hat. Woodroof hält das für eine Verwechslung — nach seinem Verständnis betrifft die Krankheit ausschließlich Homosexuelle.
Das einzige zugelassene Mittel ist AZT, das ihm zunächst schadet. Er fährt nach Mexiko, findet dort einen Arzt mit nicht zugelassenen Präparaten und beginnt, sie über die Grenze zu schmuggeln. Weil der Verkauf verboten ist, gründet er den Dallas Buyers Club: Mitglieder zahlen einen Beitrag und bekommen die Medikamente umsonst.
Entstehungsgeschichte
Craig Borten sprach 1992 mit dem realen Ron Woodroof, wenige Wochen vor dessen Tod, und schrieb daraus ein Drehbuch, das er ab 2000 gemeinsam mit Melisa Wallack überarbeitete. Es folgten zwanzig Jahre Absagen: Woody Harrelson, Brad Pitt und Ryan Gosling waren zeitweise gebunden, Universal lehnte die Finanzierung ab, und mehrere Autoren schrieben Neufassungen — am Ende wurde die ursprüngliche Version verfilmt.
Matthew McConaughey stieß 2009 dazu, unter anderem wegen seiner texanischen Herkunft. Jean-Marc Vallée wurde im März 2011 als Regisseur bestätigt.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde ab dem 11. November 2012 in New Orleans an nur fünfundzwanzig Tagen, mit einem Budget von rund fünf Millionen Dollar. Vallée nutzte die Enge als Gelegenheit: Er drehte ohne künstliches Licht, aus der Hand und mit lediglich zwei Objektiven — was dem Film seine dokumentarische Anmutung gibt.
McConaughey nahm rund einundzwanzig Kilogramm ab, Jared Leto über dreizehn und blieb während der gesamten Drehzeit in seiner Rolle. Der bemerkenswerteste Posten betrifft die Maske: Robin Mathews arbeitete mit einem Budget von 250 Dollar und gewann dafür den Oscar — der wohl größte Abstand zwischen Aufwand und Auszeichnung in der Geschichte dieser Kategorie.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 55 Millionen Dollar ein und gewann drei Oscars: McConaughey als bester Hauptdarsteller, Leto als bester Nebendarsteller und die Maske. Es war der erste Film seit "Mystic River", der beide Darstellerpreise gewann, und erst der fünfte überhaupt.
Nach der Verleihung setzte deutliche Kritik ein. Die Figur Rayon ist erfunden — eine Zusammenführung mehrerer realer Personen — und wurde mit einem cisgeschlechtlichen Mann besetzt. Aus queeren Verbänden kam der Einwand, damit sei eine der wenigen großen Rollen für trans Darstellerinnen vergeben worden, ohne dass eine in Betracht gezogen wurde. Die Debatte gehört zu den Auslösern dafür, dass Besetzungspraxis in diesem Bereich seither anders diskutiert wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Matthew McConaughey als Ron Woodroof
- Jennifer Garner als Eve
- Jared Leto als Rayon
- Denis O'Hare als Dr. Sevard
- Steve Zahn als Tucker
- Michael O'Neill als Richard Barkley
- Dallas Roberts als David Wayne
- Griffin Dunne als Dr. Vass
- Kevin Rankin als T.J.
- Donna DuPlantier als Nurse Frazin
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