Cold War - Der Breitengrad der Liebe (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paweł Pawlikowski |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Musik, Drama |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-06-08 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 4.954.500 $ |
| Einspielergebnis | 18.754.051 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (1.618 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach dem Zweiten Weltkrieg gründet die polnische Regierung das Folkloreensemble Mazurek. Der Pianist Wiktor und seine Kollegin Irena entdecken dort die Sängerin Zula.
Aus Wiktor und Zula wird ein Paar. 1952 wollen sie gemeinsam fliehen — Zula erscheint nicht zum Treffpunkt. Über rund fünfzehn Jahre und mehrere Länder hinweg finden sie immer wieder zueinander und wieder auseinander.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Paweł Pawlikowski, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Janusz Głowacki. Pawlikowski widmete den Film seinen verstorbenen Eltern; die Hauptfiguren tragen deren Vornamen.
Joanna Kulig spielt Zula Lichon, Tomasz Kot den Wiktor Warski, Agata Kulesza die Irena Bielecka, Borys Szyc den Lech Kaczmarek, Jeanne Balibar die Juliette und Cédric Kahn den Michel. Kulig trainierte ein halbes Jahr lang Gesang und Tanz mit dem Ensemble Mazowsze, das es tatsächlich gibt.
Produziert wurde der Film von Ewa Puszczyńska und Tanya Seghatchian als polnisch-französisch-britische Koproduktion; gesprochen wird Polnisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kroatisch und Russisch. Die Kamera führte Łukasz Żal in Schwarzweiß und im fast quadratischen 4:3-Format; den Schnitt besorgte Jarosław Kamiński.
Gedreht wurde in Łódź und in der verfallenen orthodoxen Kirche in Kniazie bei Lubycza Królewska an der ukrainischen Grenze. Der Film dauert 88 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Pawlikowski hat die Rolle der Musik selbst beschrieben: Sie sei der Klebstoff, der den Film zusammenhält, und ständig ein Spiegel der Beziehungsstadien. Dasselbe Volkslied — „Dwa serduszka, cztery oczy" — erscheint in mehreren Fassungen; dazu kommen Gershwin, Chopins Fantaisie-Impromptu, „Blue Moon", „Katjuscha", „Die Internationale" und Bachs Goldberg-Variationen. Marcin Masecki arrangierte mehrere Stücke als Jazz.
Adam Soboczynski beschrieb, wie die Melodien bäuerlich burlesk, sozialistisch pathetisch und in einer entrückten Jazzfassung erklingen — die Musik erzählt die politische Geschichte mit.
Für die Bildgestaltung nutzte Pawlikowski zeitgenössische Fotografien als Vorlage. Seine Begründung: Polen sei so gewesen, auf dem Land habe es kaum Elektrizität gegeben, und Paris sei die Stadt des Lichts.
Einordnung & Wirkung
In Cannes 2018 erhielt Pawlikowski den Regiepreis. Beim Europäischen Filmpreis 2018 gewann der Film als bester europäischer Film sowie für Regie, Drehbuch, Hauptdarstellerin und Schnitt. Bei den Oscars 2019 gab es Nominierungen für Regie, Kamera und als bester fremdsprachiger Film. Beim Polnischen Filmpreis 2018 kamen sieben Auszeichnungen bei dreizehn Nominierungen zusammen.
Rotten Tomatoes weist 92 Prozent aus (Schnitt 8,3 von 10), Metacritic 90 von 100. Weltweit spielte der Film knapp 20 Millionen Dollar ein; in Deutschland kamen 100.495 Zuschauer.
Jörg Taszman lobte im Deutschlandfunk Kultur ein latent emotionales, sinnliches, raffiniert kühles Kino. Adam Soboczynski hielt fest, Pawlikowski gelinge es, in nur 85 Minuten ein episches Panorama des Kalten Krieges anhand eines Paares zu entfalten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Joanna Kulig als Zuzanna 'Zula' Lichoń
- Tomasz Kot als Wiktor Warski
- Borys Szyc als Lech Kaczmarek
- Agata Kulesza als Irena Bielecka
- Cédric Kahn als Michel
- Jeanne Balibar als Juliette
- Adam Woronowicz als Consul
- Adam Ferency als Minister
- Adam Szyszkowski als Camp Guard
- Dražen Šivak als Sleuth 1
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Verfügbarkeit
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