City of God (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fernando Meirelles |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-08-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 3.300.000 $ |
| Einspielergebnis | 30.641.770 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (8.456 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Cidade de Deus ist eine Siedlung, die die Stadt Rio de Janeiro in den 1960er Jahren angelegt hat, um Arme aus dem Zentrum zu entfernen. Der Film verfolgt sie über zwei Jahrzehnte, von den sandigen Straßen der Anfangszeit bis zum offenen Bandenkrieg der frühen 1980er.
Erzähler ist Buscapé, der fotografieren will und der einzige ist, der beides kennt — die Siedlung und die Welt draußen. Im Mittelpunkt steht Zé Pequeno, der als Kind mitschießt und später den gesamten Drogenhandel kontrolliert, sowie Mané Galinha, ein Busschaffner, der erst zur Waffe greift, als ihm nichts mehr bleibt.
Entstehungsgeschichte
Bráulio Mantovani schrieb das Drehbuch nach Paulo Lins' Roman von 1997. Lins ist selbst in der Cidade de Deus aufgewachsen und arbeitete acht Jahre an dem Buch; die Figuren beruhen weitgehend auf realen Personen.
Regie führten Fernando Meirelles und Kátia Lund. Lunds Beitrag lag vor allem in der Arbeit mit den Darstellern und im Zugang zu den Vierteln.
Hinter den Kulissen
Besetzt wurde fast vollständig mit Laien aus Favelas wie Vidigal und der Cidade de Deus selbst. Rund hundert Jugendliche durchliefen über Monate eine Schauspielwerkstatt, die auf Improvisation setzte: Statt Text zu lernen, spielten sie Situationen durch, aus denen die Szenen anschließend entstanden.
Gedreht wurde überwiegend in Cidade Alta statt in der eigentlichen Cidade de Deus, wo zu diesem Zeitpunkt bewaffnete Auseinandersetzungen liefen. Kameramann César Charlone arbeitete auf 16-Millimeter-Film, mit Handkamera, hoher Körnung und starken Farben.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte bei einem Budget von 3,3 Millionen Dollar weltweit über 30 Millionen ein und erhielt rund einundneunzig Prozent zustimmende Besprechungen. 2004 wurde er in vier Kategorien für den Oscar nominiert — Regie, Drehbuch, Kamera und Schnitt — und ging leer aus; als bester fremdsprachiger Film war er im Jahr zuvor nicht eingereicht worden.
In Brasilien war die Wirkung unmittelbar. Der Film löste eine Debatte über die Sicherheitslage in den Favelas aus, Präsident Lula sprach Meirelles gegenüber die Folgen für die öffentliche Diskussion an, und es folgte eine Welle von über vierzig Produktionen, die sich mit denselben Verhältnissen befassten. Mehrere der Laiendarsteller wurden Berufsschauspieler.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alexandre Rodrigues als Buscapé
- Leandro Firmino als Zé Pequeno / Dadinho
- Phellipe Haagensen als Bené
- Douglas Silva als Dadinho
- Jonathan Haagensen als Cabeleira
- Matheus Nachtergaele als Sandro Cenoura
- Seu Jorge als Mané Galinha
- Jefechander Suplino als Alicate
- Alice Braga als Angélica
- Emerson Gomes als Barbantinho
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