Mein Nachbar Totoro (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hayao Miyazaki |
|---|---|
| Genre | Fantasy, Animation, Familie |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-04-16 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 3.700.000 $ |
| Einspielergebnis | 41.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (9.086 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1950er Jahre, ländliches Japan. Ein Universitätsdozent zieht mit seinen Töchtern Satsuki und Mei in ein altes Haus nahe einem Krankenhaus, in dem seine Frau seit Monaten liegt. Die Kinder finden Rußmännchen im Dachboden und wenig später, unter den Wurzeln eines Kampferbaums, ein großes schlafendes Wesen, das Mei Totoro nennt.
Der Film hat keinen Gegenspieler und keinen Konflikt im üblichen Sinn. Er zeigt zwei Kinder, die auf einen Bus warten, Kaulquappen fangen und ein Feld bestellen — und darunter die Angst zweier Mädchen, deren Mutter nicht nach Hause kommt. Als Mei eines Nachmittags verschwindet, wird daraus die einzige echte Bedrohung des Films.
Entstehungsgeschichte
Hayao Miyazaki griff auf eigene Erfahrungen zurück: Seine Mutter war während seiner Kindheit über Jahre an Tuberkulose erkrankt und lag im Krankenhaus. Die Figur Mei ist an seine Nichte angelehnt. Die Produktion dauerte acht Monate mit lediglich acht Animatoren.
Der Film erschien als Doppelprogramm gemeinsam mit Isao Takahatas "Die letzten Glühwürmchen" — eine Kombination aus einem heiteren Kinderfilm und einem Film über zwei Kinder, die im Krieg verhungern. Beide zusammen liefen kommerziell schlecht.
Hinter den Kulissen
Der Ausstattungsleiter Kazuo Oga prägte die Optik; Toshio Suzuki beschrieb sie als Natur, gemalt mit durchscheinenden Farben. Der Aufwand steckt in Details, die kaum auffallen: Wasserringe wurden mit zwei Höhungsfarben angelegt, Regen in die Folien geritzt, Kaulquappen in vier Farben mit weichgezeichnetem Wasser darüber.
Als Vorlage für die Landschaft dienten die Sayama-Hügel westlich von Tokio, die zu diesem Zeitpunkt bereits von Bebauung bedroht waren. Der Film löste dort eine Schutzbewegung aus; ein Teil des Gebiets wird heute als Totoro-Wald bewahrt. Joe Hisaishi komponierte die Musik überwiegend auf einem Fairlight-Instrument, ergänzt um Orchester.
Einordnung & Wirkung
Der Film erhielt rund vierundneunzig Prozent zustimmende Besprechungen und wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Sight & Sound" 2012 zum besten Animationsfilm überhaupt gewählt.
Gerettet hat Studio Ghibli allerdings nicht der Kinostart, sondern das Warengeschäft: Die Plüschfiguren verkauften sich derart, dass die Marke bis 2018 über 1,1 Milliarden Dollar erwirtschaftete. Totoro wurde zum Studiologo und in Japan zu einer Figur mit einem Bekanntheitsgrad, der in Großbritannien Winnie-the-Pooh entspricht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Noriko Hidaka als Satsuki Kusakabe (voice)
- Chika Sakamoto als Mei Kusakabe (voice)
- Hitoshi Takagi als Totoro (voice)
- Shigesato Itoi als Tatsuo Kusakabe (voice)
- Sumi Shimamoto als Yasuko Kusakabe (voice)
- Tanie Kitabayashi als Granny (voice)
- Toshiyuki Amagasa als Kanta Ogaki (voice)
- Yuko Maruyama als Kanta's Mother (voice)
- Masashi Hirose als Kanta's Father (voice)
- Reiko Suzuki als Kanta's Aunt (voice)
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