Caracas, eine Liebe (2015)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lorenzo Vigas |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2015-09-10 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 30.169 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (139 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Armando ist ein Mann mittleren Alters, der durch die verarmten Viertel von Caracas fährt, um junge Männer anzusprechen und mit nach Hause zu nehmen. Seine Familie besteht aus einer Schwester, Maria, und einem entfremdeten Vater, der zurück in die Gegend ziehen will – Beziehungen, die im Hintergrund seines Alltags stehen. Den eigentlichen Wendepunkt bringt Elder, ein mürrischer junger Mann, der Armandos Angebot zunächst ablehnt, sich dann aber doch einlässt – und ihn ausraubt. Statt sich abzuwenden, sucht Armando gezielt nach Elder, findet seine Wohnung, und zwischen beiden entsteht etwas, das sich nicht eindeutig fassen lässt: eine Verbindung, die zwischen Zuneigung und Übergriff pendelt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2015 und wurde von Lorenzo Vigas inszeniert. In den Hauptrollen sind Alfredo Castro als Armando und Luis Silva als Elder zu sehen, daneben Jericó Montilla und Catherina Cardozo. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft ein Drama um Begehren und Macht mit der sozialen Wirklichkeit von Caracas: Ein Mann mit Mitteln sucht in ärmeren Vierteln nach jungen Männern, deren Lage ihn erst zugänglich macht. Dass ausgerechnet der Überfall, also ein Vertrauensbruch, die intensivste Beziehung des Films auslöst, zeigt, wie eng hier Nähe und Ausnutzung beieinanderliegen. Die Nebenfiguren – Schwester und Vater – deuten an, dass Armandos Verhalten auch mit ungelösten familiären Bindungen zusammenhängt, ohne dass der Film dies erklärend ausbreitet. Die Erzählung bleibt auf die beiden Männer konzentriert und lässt offen, wessen Interesse hier eigentlich wen kontrolliert.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,1 bei einer noch schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich – ein Zeichen dafür, dass er bislang kein breites Publikum erreicht hat, aber auch kein eindeutiges Urteil provoziert. Zehn Jahre nach seiner Entstehung steht er als kleines, figurenzentriertes Drama da, das sich weniger über Handlung als über die Ambivalenz seiner Beziehung zwischen zwei ungleichen Männern definiert. Innerhalb des Dramagenres setzt der Film auf eine unaufgeregte, fast beobachtende Erzählweise, die Deutungen offenlässt statt sie vorzugeben.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alfredo Castro als Armando
- Luis Silva als Elder
- Jericó Montilla als Amelia
- Catherina Cardozo als María
- Marcos Moreno als Manuel
- Jorge Luis Bosque als Fernando
- Felipe Massiani als Javier Marcano
- Auffer Camacho als Mermelada
- Iván Peña als Yoni
- Ernesto Campos als Kleiber
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