Capturing the Friedmans (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrew Jarecki |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Krimi |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-05-30 |
| Einspielergebnis | 4.076.990 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (374 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf den ersten Blick wirken die Friedmans wie eine typische amerikanische Familie. Sie gehören zur jüdischen oberen Mittelschicht und leben in Great Neck auf Long Island. Arnold Friedman ist ein angesehener Lehrer, seine Frau Elaine kümmert sich um den Haushalt, gemeinsam haben sie drei Söhne.
An einem Thanksgiving-Tag, während die Familie das Festessen vorbereitet, dringt die Polizei in das Haus ein, durchsucht es vollständig und nimmt Arnold und seinen 18-jährigen Sohn Jesse fest. Beide werden in Handschellen abgeführt, vorbei an Journalisten, Scheinwerfern, Kameras und Übertragungswagen im Vorgarten. Vater und Sohn werden des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt. Die Familie beteuert ihre Unschuld, doch die Friedmans werden zur Zielscheibe der Wut ihrer Nachbarn.
Entstehungsgeschichte
Andrew Jarecki führte Regie bei diesem Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003. Vor der Kamera stehen keine Schauspieler, sondern Mitglieder der Familie selbst: Arnold Friedman, Elaine Friedman, David Friedman und Jesse Friedman. Auch Seth Friedman gehört zur Familie. Die Zusammensetzung macht deutlich, dass der Film den Fall aus dem Inneren der Familie heraus betrachtet.
Hinter den Kulissen
Dokumentarfilm und Krimi verbinden sich hier zu einer Untersuchung, in der nicht Fiktion, sondern ein realer Kriminalfall im Mittelpunkt steht. Der Film fragt danach, wie schwer greifbar die Wahrheit sein kann. Das ist bei einem Stoff dieser Art eine heikle Aufgabe: Es geht um schwerste Vorwürfe, um mögliche Opfer und um Beschuldigte, die ihre Unschuld beteuern.
Bemerkenswert ist die Perspektive. Indem die Familie selbst zu Wort kommt, rückt der Film nah an die Menschen heran, die von den Anschuldigungen betroffen sind. Zugleich zeigt der Fall, wie ein privater Raum schlagartig zum öffentlichen Schauplatz wird: Polizei, Presse und Nachbarschaft dringen gleichermaßen in das Leben der Friedmans ein. Die Doppelrolle von Familienporträt und Kriminalfall bestimmt den Charakter des Films.
Einordnung & Wirkung
7,1 von 10 Punkten zeugen von einer deutlich positiven Aufnahme, gestützt auf einige hundert Stimmen. 23 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel dafür, wie ein Dokumentarfilm die schwer greifbare Natur der Wahrheit selbst zum Thema macht. Innerhalb des Genres steht er für eine Form, die einen Kriminalfall als Frage nach der Wahrheit behandelt und dabei die Betroffenen selbst in den Mittelpunkt rückt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Arnold Friedman als Self (archive footage)
- Elaine Friedman als Self
- David Friedman als Self
- Jesse Friedman als Self
- Seth Friedman als Self (archive footage)
- John McDermott als Self - Postal Inspector
- Frances Galasso als Self - Ret. Director, Sex Crimes Unit
- Anthony Sgueglia als Self - Detective, Sex Crimes Unit
- Joseph Onorato als Self - Asst. District Attorney
- Judd Martin als Self - Jesse's Best Friend in High School
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Verfügbarkeit
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