Bus 174 (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | José Padilha |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, Krimi |
| Laufzeit | 150 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-10-22 |
| Einspielergebnis | 217.201 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (151 Stimmen) |
Worum es geht
Rio de Janeiro, Juni 2000: Ein junger Mann steigt in den Bus der Linie 174 und nimmt die Fahrgäste als Geiseln. Über Stunden hinweg versucht die Polizei, die Situation zu beenden, während Kameras das Geschehen von der Straße aus verfolgen. Der Film begleitet den Einsatz in Echtzeit und stellt ihm eine zweite Ebene zur Seite: die Herkunft des Mannes aus den Favelas, seine Geschichte, die erklärt, wie es zu dieser Geiselnahme kommen konnte. Wie die Situation endet, hält der Film bis zum Schluss offen.
Entstehungsgeschichte
„Bus 174“ ist das Regiedebüt von José Padilha aus dem Jahr 2002, ein Dokumentarfilm, der zugleich Elemente eines Kriminalfilms trägt. Vor der Kamera bzw. als Gesprächspartner treten Yvonne Bezerra de Mello, Sandro do Nascimento, Rodrigo Pimentel und Luiz Eduardo Soares auf.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Dokumentarfilm und Krimi ist hier kein Widerspruch, sondern das Prinzip des Films: Die reale Geiselnahme liefert die Spannungsdramaturgie eines Thrillers, während die dokumentarische Anlage den Anspruch verfolgt, die Vorgeschichte des Täters und die sozialen Verhältnisse dahinter offenzulegen. Dass mehrere der genannten Personen selbst Beteiligte oder Beobachter des Geschehens sind, statt Schauspieler in klassischen Rollen, zeigt, wie sehr der Film auf Augenzeugenschaft und Rekonstruktion statt auf Nachstellung setzt. Die parallele Erzählung von Einsatz und Lebensgeschichte macht deutlich, dass es dem Film nicht allein um den Ausgang der Geiselnahme geht, sondern um die Frage, wie eine Gesellschaft zu einer solchen Situation beiträgt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber statistisch begrenztes Bild ab. Seit der Veröffentlichung 2002 sind über zwei Jahrzehnte vergangen, in denen sich die dokumentarische Aufarbeitung realer Verbrechen als eigenes Feld zwischen Reportage und Spannungskino weiter etabliert hat. „Bus 174“ steht als frühes Beispiel dieser Verbindung von Tatsachenbericht und filmischer Zuspitzung.
Bilder


Besetzung & Stab
- Yvonne Bezerra de Mello als Herself
- Sandro do Nascimento als Himself
- Rodrigo Pimentel als Himself
- Luiz Eduardo Soares als Himself
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Verfügbarkeit
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