Buffalo Bill und die Indianer (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Altman |
|---|---|
| Genre | Western, Komödie |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-06-24 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 5,5 (114 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Buffalo Bill hat aus sich selbst eine Marke gemacht. In seiner Jahrmarktshow lässt er Revolverhelden und Reiter auftreten und präsentiert dem Publikum eine Version seiner eigenen Geschichte, die vor allem eines ist: kräftig ausgeschmückt. Als die Truppe mit Sitting Bull eine weitere lebende Legende verpflichtet, gerät dieses Arrangement ins Wanken. Der Häuptling soll in der Show als unterlegener Gegner auftreten, doch er ist nicht bereit, die Rolle zu spielen, die man ihm zugedacht hat. Bills Erzählungen beginnen zu bröckeln, und es wird klar, dass zwischen den beiden Männern noch etwas offen ist.
Entstehungsgeschichte
Der Western entstand 1976 unter der Regie von Robert Altman. In den Hauptrollen sind Paul Newman als Buffalo Bill sowie Joel Grey, Kevin McCarthy und Harvey Keitel zu sehen. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben und verbindet das Western-Genre mit komödiantischen Elementen.
Hinter den Kulissen
Dass die Geschichte in einer Jahrmarktshow spielt, in der ein Mann seine eigene Legende verkauft, macht aus dem Stoff von vornherein eine Auseinandersetzung mit Selbstinszenierung und Wahrheit. Die Kombination aus Western und Komödie deutet darauf hin, dass die Erzählung weniger auf klassische Actionmomente setzt als auf die Brüche zwischen Behauptung und Wirklichkeit. Dass ausgerechnet Sitting Bull, der reale Gegenspieler der Legende, in die Show geholt wird, treibt diesen Widerspruch auf die Spitze: Die Show kann ihre eigene Fiktion nicht mehr aufrechterhalten, sobald die Person auftaucht, über die gelogen wurde. Die Besetzung mit Paul Newman in der Titelrolle setzt zudem einen deutlichen Kontrast zwischen Star-Image und der Figur eines Mannes, der von seinem eigenen Mythos lebt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine klare Tendenz ablesen lässt. Seit der Entstehung 1976 sind fast fünf Jahrzehnte vergangen, in denen sich der Western als Genre stark gewandelt hat, weg von reiner Heldenverehrung hin zu kritischeren Betrachtungen seiner eigenen Mythen. Genau in diese Richtung weist auch dieser Film, der sich weniger für die Heldentat selbst interessiert als für die Frage, wie aus ihr eine verkäufliche Erzählung wird.
Bilder







Besetzung & Stab
- Paul Newman als The Star (William F. Cody)
- Joel Grey als The Producer (Nate Salisbury)
- Kevin McCarthy als The Publicist (Maj. John Burke)
- Harvey Keitel als The Relative (Ed Goodman)
- Allan F. Nicholls als The Journalist (Prentiss Ingraham)
- Geraldine Chaplin als The Sure Shot (Annie Oakley)
- John Considine als The Sure Shot's Manager (Frank Butler)
- Robert DoQui als The Wrangler (Oswald Dart)
- Mike Kaplan als The Treasurer (Jules Keen)
- Bert Remsen als The Bartender (Crutch)
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