Zwei glorreiche Halunken (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sergio Leone |
|---|---|
| Genre | Western |
| Laufzeit | 161 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-12-23 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 1.200.000 $ |
| Einspielergebnis | 38.900.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (9.955 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Während des amerikanischen Bürgerkriegs suchen drei Männer dasselbe: 200.000 Dollar in Goldmünzen, versteckt auf einem Soldatenfriedhof. Jeder von ihnen hat einen Teil der Information. Blondie kennt den Namen auf dem Grab, Tuco den Namen des Friedhofs, und Sentenza tötet jeden, der ihm im Weg steht.
Blondie und Tuco betreiben zu Beginn einen Betrug mit Kopfgeldern: Tuco wird ausgeliefert, Blondie schießt beim Hängen den Strick durch, beide teilen. Der Film verfolgt sie über knapp drei Stunden durch Gefangenenlager, Schlachtfelder und Wüsten bis zu einem Dreiecksduell auf einem Friedhof, das rund fünf Minuten dauert und in dem kein Wort fällt.
Entstehungsgeschichte
Der Film ist der dritte Teil einer Reihe, die Sergio Leone nicht als Trilogie geplant hatte; die Hauptfigur trägt in allen drei Filmen unterschiedliche Namen. Er entstand als italienisch-spanische Koproduktion mit amerikanischer Beteiligung.
Clint Eastwood war zunächst nicht bereit zurückzukehren, weil sein Anteil an der Handlung gegenüber Tuco kleiner wurde; er sagte nach Erhöhung seiner Gage zu. Eli Wallach übernahm Tuco und trägt den Film — die Figur hat mehr Leinwandzeit als beide anderen. Leone drehte in italienischer Sprache mit einem international gemischten Ensemble; sämtliche Dialoge wurden nachträglich synchronisiert, weshalb Lippenbewegungen in keiner Sprachfassung genau passen.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Spanien, überwiegend in der Wüste von Tabernas und in Burgos. Für die Schlacht um die Brücke stellte die spanische Armee Soldaten ab, die die Konstruktion nachbauten. Bei der Sprengung wurde ein Missverständnis zwischen dem Kommandeur und dem Team zum Problem: Die Brücke ging hoch, bevor die Kameras liefen. Die Armee baute sie erneut auf.
Ennio Morricone komponierte die Musik vor dem Dreh, und Leone ließ sie am Set abspielen, sodass die Darsteller sich im Rhythmus bewegten. Das Hauptmotiv imitiert einen Kojotenruf. Das Schlussduell ist über die Montage aufgebaut — immer kürzere Einstellungen auf Augen, Hände und Waffen, bis die Musik die Auflösung vorwegnimmt.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit über 25 Millionen Dollar ein und wurde von der zeitgenössischen amerikanischen Kritik überwiegend abgelehnt; der Italowestern galt als minderwertige Nachahmung.
Seine Neubewertung ist eine der gründlichsten der Filmgeschichte. Er steht heute regelmäßig auf Bestenlisten und gilt als Höhepunkt des Genres. Sein Einfluss ist bei Tarantino, bei den Coens und in unzähligen Actionfilmen unmittelbar ablesbar; Morricones Musik gehört zu den bekanntesten Filmpartituren überhaupt und wird weit außerhalb des Kinos zitiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Clint Eastwood als Blondie
- Eli Wallach als Tuco Ramirez
- Lee Van Cleef als Sentenza / Angel Eyes
- Aldo Giuffrè als Alcoholic Union Captain
- Luigi Pistilli als Father Pablo Ramirez
- Rada Rassimov als Maria
- Enzo Petito als Storekeeper
- Claudio Scarchilli als Tuco Henchman
- Antonio Casale als Bill Carson / Jackson
- Livio Lorenzon als Baker
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