Bruder Sonne, Schwester Mond (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Franco Zeffirelli |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 135 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-03-03 |
| Budget | 3.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (142 Stimmen) |
Worum es geht
Francesco ist der Sohn des wohlhabenden Tuchhändlers Pietro di Bernardone und dessen Frau Pica, ein junger Mann, der seine Zeit mit Freunden verbringt. Als Krieg zwischen Perugia und Assisi ausbricht, zieht er mit in die Schlacht und kehrt körperlich wie seelisch erschöpft zurück. Was folgt, ist eine lange innere Auseinandersetzung: Angesichts der Armen, die sich in der Färberei seines Vaters drängen, wendet sich Francesco von materiellem Besitz ab und zieht sich in eine verfallene Kirche zurück, die er mit ersten Gefolgsleuten wieder aufbaut. Nach und nach schließen sich alte Freunde und die erst vierzehnjährige Chiara ihm an. Die Gemeinschaft lebt von Almosen, wird von den wohlhabenden Bürgern der Stadt für verrückt gehalten und gerät sowohl mit weltlichen als auch kirchlichen Autoritäten in Konflikt. Um seine Sache zu vertreten, reist Francesco nach Rom, um den Papst um Rat zu bitten – eine Begegnung, die den Erzählbogen der Geschichte schließt, ohne dass hier vorweggenommen werden soll, wie sie endet.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1972 unter der Regie von Franco Zeffirelli. In den Hauptrollen sind Graham Faulkner, Judi Bowker, Leigh Lawson und Kenneth Cranham zu sehen. Es handelt sich um ein Drama mit historischem Hintergrund.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Historie zeigt sich hier weniger in großen politischen Ereignissen als in der inneren Wandlung einer einzelnen Figur, die vor dem Hintergrund von Krieg, Armut und kirchlicher Machtstruktur erzählt wird. Dass die Geschichte von einem jungen Mann aus gutem Haus ausgeht, der sich bewusst gegen seine Herkunft entscheidet, verleiht dem Stoff eine klare Gegenbewegung: von Besitz zu Verzicht, von Krieg zu Gemeinschaft. Die Besetzung mit vergleichsweise jungen Darstellern unterstreicht, dass es um eine Bewegung junger Menschen geht, nicht um etablierte Autoritäten. Auch die Rolle der vierzehnjährigen Chiara innerhalb der Gruppe zeigt, dass die Erzählung bewusst auf eine Gemeinschaft von Außenseitern setzt, die sich gegen gesellschaftliche Erwartungen stellt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überwältigend breiten Echo. Seit der Entstehung 1972 sind mehr als fünf Jahrzehnte vergangen, was den Titel klar in die Filmgeschichte des historischen Dramas der frühen 1970er Jahre einordnet. Innerhalb des Genres steht er für eine Erzählweise, die persönliche und spirituelle Wandlung in den Mittelpunkt stellt, statt auf äußere Spektakel zu setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Graham Faulkner als Franz von Assisi
- Judi Bowker als Klara von Assisi
- Leigh Lawson als Bernardo
- Kenneth Cranham als Paolo
- Lee Montague als Pietro Di Bernardone
- Valentina Cortese als Pica Di Bernardone
- Alec Guinness als Papst Innozenz III.
- Michael Feast als Silvestro
- Nicholas Willatt als Giacondo
- John Sharp als Bischof Guido
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Verfügbarkeit
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