Bitterer Honig (1961)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tony Richardson |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1961-10-01 |
| Budget | 153.814 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (118 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Salford, um 1950: Die siebzehnjährige Jo lebt mit ihrer Mutter Helen in Verhältnissen, die von Anfang an wenig Halt bieten. Als Helen sich auf eine Beziehung mit dem deutlich jüngeren, wohlhabenden Peter einlässt, zieht sie aus Jos Leben aus und lässt die Tochter allein zurück. Jo verliebt sich in dieser Zeit in Jimmy, einen dunkelhäutigen Matrosen, und wird schwanger. Kaum ist er wieder auf See, steht sie erneut ohne Unterstützung da. In dieser Lage begegnet sie Geoffrey, einem homosexuellen Modestudenten, der bei ihr einzieht und beginnt, sich um sie und das erwartete Kind zu kümmern. Die improvisierte Familie, die die beiden formen, bleibt jedoch fragil, als Helen, inzwischen von Peter getrennt, plötzlich wieder auftaucht.
Entstehungsgeschichte
"Bitterer Honig" entstand 1961 unter der Regie von Tony Richardson. In den Hauptrollen sind Rita Tushingham als Jo, Dora Bryan als ihre Mutter Helen, Paul Danquah als Jimmy und Murray Melvin als Geoffrey zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet ein Familiendrama mit gesellschaftlichen Themen, die für ihre Zeit ungewöhnlich direkt behandelt werden: eine ungewollte Schwangerschaft, eine interrassische Beziehung und eine Freundschaft mit einem homosexuellen Mann, der eine väterliche Rolle übernimmt. Die Anlage der Handlung um eine junge Frau, die von den Erwachsenen um sie herum wiederholt verlassen wird und sich ihre eigene, unkonventionelle Form von Familie zusammenstellt, macht deutlich, dass der Film weniger auf äußere Konflikte als auf die inneren Verschiebungen zwischen den Figuren setzt. Dass am Ende ausgerechnet die Rückkehr der Mutter dazu führt, dass Geoffrey keinen Platz mehr findet, unterstreicht, wie brüchig die Bindungen bleiben, die Jo sich aufbaut.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film eher als Titel für ein interessiertes Nischenpublikum denn als breit rezipiertes Werk beschreiben. Seit seiner Entstehung 1961 sind über sechs Jahrzehnte vergangen, in denen sich der Blick auf die im Film verhandelten Themen deutlich verändert hat. Innerhalb des Dramas positioniert sich der Film durch seine Figurenkonstellation und den Schauplatz eines britischen Arbeiterviertels als Beispiel eines sozial verorteten, auf Beziehungen fokussierten Erzählkinos.
Bilder








Besetzung & Stab
- Rita Tushingham als Jo
- Murray Melvin als Geoffrey Ingham
- Paul Danquah als Jimmy
- Dora Bryan als Helen
- Robert Stephens als Peter Smith
- Michael Bilton als Landlord
- Eunice Black als Schoolteacher
- David Boliver als Bert
- Margo Cunningham als Landlady
- Rosalie Williams als Nurse
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Verfügbarkeit
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