Berlin Calling (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hannes Stöhr |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Musik |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-10-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 598.894 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (378 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Martin Karow lebt im Takt der Nacht. Als DJ Ickarus legt er Elektro auf und produziert eigene Musik, und seine Karriere hat gerade ihren Höhepunkt erreicht. Die Nächte verbringt er in Technoclubs rund um den Globus, die Tage auf Flughäfen zwischen zwei Auftritten. An seiner Seite steht Mathilde, die zugleich seine Managerin und seine Freundin ist. Gemeinsam arbeiten die beiden am nächsten Album.
Dann kippt die Lage. Nach einem Auftritt landet Martin wegen seines exzessiven Drogenkonsums in der Notaufnahme einer Berliner psychiatrischen Klinik. Während der Tage, die er dort bleiben muss, arbeitet er weiter an der Platte, doch seine persönliche Situation wird zunehmend zermürbend. Die Plattenfirma zeigt wenig Interesse an einer Veröffentlichung. Martin flieht aus der Klinik und stürzt sich mit einer Verehrerin in ein ausschweifendes Wochenende. Die Spirale der Selbstzerstörung scheint kein Ende zu nehmen.
Entstehungsgeschichte
Hannes Stöhr hat den Film inszeniert, der 2008 herauskam. Vor der Kamera stehen Paul Kalkbrenner, Rita Lengyel, Corinna Harfouch und Araba Walton. Obwohl Drogen und eine seelische Krise im Zentrum stehen, ist das Werk bereits ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Komödie, Drama und Musikfilm treffen hier aufeinander, und diese Mischung prägt den Ton. Ein Stoff über Rausch und Klinikaufenthalt könnte leicht ins Schwere kippen. Der komödiantische Anteil deutet darauf hin, dass der Film seinem Helden auch mit Leichtigkeit begegnet, ohne die Krise kleinzureden. Die Musik ist dabei mehr als Begleitung, denn die Arbeit am Album zieht sich als roter Faden durch die Geschichte, selbst hinter den Mauern der Psychiatrie.
Aufschlussreich ist der Gegensatz der Schauplätze: hier die grenzenlose Clubwelt mit ständig wechselnden Orten, dort der geschlossene Raum einer Klinik. Die Geschichte stellt Freiheit und Kontrollverlust eng nebeneinander und fragt, wie viel ein Mensch von sich aufgibt, um im Rhythmus der Nacht zu bleiben.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 von 10 liegt der Film im soliden oberen Mittelfeld. Getragen wird dieser Wert von einigen hundert Stimmen, einer überschaubaren, aber brauchbaren Grundlage. Das Urteil fällt wohlwollend aus, ohne in Begeisterung umzuschlagen.
Seit der Veröffentlichung sind 18 Jahre vergangen. Die Technoszene als Kulisse verankert den Film in seiner Zeit, das Thema einer Künstlerexistenz zwischen Rausch und Zusammenbruch reicht jedoch darüber hinaus. Unter den Musikfilmen nimmt er eine eigene Stellung ein, weil er das Nachtleben nicht bloß feiert, sondern dessen Preis in den Blick rückt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Paul Kalkbrenner als Martin Karow (DJ Ickarus)
- Rita Lengyel als Mathilde
- Corinna Harfouch als Prof. Dr. Petra Paul
- Araba Walton als Corinna
- Peter Schneider als Crystal Pete
- Rolf Peter Kahl als "Erbse"
- Henriette Müller als Jenny
- Udo Kroschwald als Karow
- Megan Gay als Alice
- Max Mauff als Zivi Alex
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