Barbara (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Christian Petzold |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-03-08 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 6.889.185 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (368 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sommer 1980. Barbara ist Ärztin und hat einen Ausreiseantrag gestellt. Die Folge ist eine Strafversetzung: Aus der Hauptstadt muss sie an ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz wechseln, weitab von allem. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, bereitet derweil ihre Flucht vor. Die Ostsee kommt als Weg in Frage.
Barbara wartet. Die neue Wohnung, die Nachbarn, der Sommer, das Land, nichts davon erreicht sie noch. In der Kinderchirurgie arbeitet sie unter ihrem neuen Chef Andre, den Patienten gegenüber aufmerksam, den Kollegen gegenüber distanziert. Ihre Zukunft soll erst später beginnen.
Doch Andre bringt sie aus dem Gleichgewicht. Er vertraut ihren fachlichen Fähigkeiten, zeigt Fürsorge, lächelt. Er deckt ihren Einsatz für die junge Ausreißerin Stella, und Barbara fragt sich, ob er auf sie angesetzt ist oder ob er sich in sie verliebt hat. Sie beginnt, die Kontrolle zu verlieren, über sich, ihre Pläne und die Liebe. Der Tag der geplanten Flucht rückt näher.
Entstehungsgeschichte
Christian Petzold inszenierte das Drama, das 2012 erschien. Vor der Kamera stehen Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock und Christina Hecke. Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Das reine Drama verzichtet auf Genremischungen und setzt ganz auf seine Hauptfigur. Die Spannung entsteht nicht aus Action, sondern aus Blicken, Andeutungen und dem ständigen Misstrauen, das Barbaras Alltag bestimmt. Jede freundliche Geste kann Zuneigung sein oder Überwachung.
Bemerkenswert ist die Anlage als Geschichte des Wartens. Barbara lebt im Übergang, innerlich schon fort, äußerlich noch gebunden. Gerade diese Haltung gerät ins Wanken, als ihr Beruf, die Verantwortung für junge Patienten wie Stella und die Nähe zu Andre sie wieder an den Ort binden, den sie verlassen will. Der Film stellt so die Frage nach Freiheit nicht abstrakt, sondern als persönliche Entscheidung zwischen Aufbruch und Bleiben.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 Punkten bei einigen hundert Stimmen fällt das Urteil deutlich positiv aus. Das Publikum schätzt offenbar die leise, konzentrierte Erzählweise.
14 Jahre nach seinem Erscheinen steht der Film für ein Kino, das politische Verhältnisse über das Innenleben einer einzelnen Figur erzählt. Wer ruhige, genau beobachtete Dramen über Misstrauen, Verantwortung und Liebe schätzt, findet hier einen nachdrücklichen Vertreter.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nina Hoss als Barbara
- Ronald Zehrfeld als André
- Rainer Bock als Klaus Schütz
- Christina Hecke als Assistenzärztin Schulze
- Claudia Geisler-Bading als Stationsschwester Schlösser
- Peter Weiss als Medizinstudent
- Carolin Haupt als Medizinstudentin
- Deniz Petzold als Angelo
- Rosa Enskat als Hausmeisterin Bungert
- Jasna Fritzi Bauer als Stella
Weitere Filme von Christian Petzold
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.