Augen ohne Gesicht (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Georges Franju |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror, Thriller |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-01-11 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Einspielergebnis | 58.656 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (821 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Als seine geliebte Tochter bei einem Autounfall völlig entstellt wird, gibt ihr Vater sich die Schuld. Er ist plastischer Chirurg, und aus seiner Verzweiflung heraus fasst er den Entschluss, ihr die einstige Schönheit zurückzugeben. Dafür braucht er passende Transplantate, und er beginnt, nach ihnen zu suchen. Die ausgewählten Opfer müssen dabei sterben, und so wird aus dem Arzt ein Serienmörder. Der Film verbindet damit zwei Bewegungen, die einander widersprechen und doch derselben Ursache entspringen: die Zuwendung eines Vaters zu seinem Kind und die völlige Gleichgültigkeit gegenüber allen anderen.
Entstehungsgeschichte
Georges Franju führte Regie, das Erscheinungsjahr ist 1960, und im englischsprachigen Raum läuft der Film als „Eyes Without a Face“. Pierre Brasseur und Alida Valli stehen im Mittelpunkt, Édith Scob und Juliette Mayniel vervollständigen die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab 18 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama, Horror und Thriller beschreiben zusammen mit einigen Stichworten eine sehr bestimmte Machart. Die Stichworte Chirurg, Wissenschaftler und Experiment verweisen darauf, dass das Grauen nicht aus dem Übernatürlichen kommt, sondern aus einer Methode: Was geschieht, geschieht planvoll und mit fachlicher Sorgfalt. Die Nähe zum Film noir und die Schwarzweißbilder deuten auf eine Bildsprache, die mit Licht und Schatten arbeitet, statt zu zeigen, und das Stichwort Foto passt zu einem Stoff, in dem das Gesicht selbst der Gegenstand ist. Der eigentliche Konflikt ist dabei nicht der zwischen Täter und Opfern, sondern der zwischen einem Vater, der etwas wiederherstellen will, und einer Tochter, deren eigenes Empfinden dabei kaum eine Rolle spielt.
Einordnung & Wirkung
7,6 von 10 aus einigen hundert Stimmen sind ein deutlich hoher Wert bei kleiner Beteiligung, wie er bei Titeln entsteht, die vor allem von einem interessierten Publikum aufgesucht werden. 66 Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für eine Spielart des Horrors, die ohne Ungeheuer auskommt und ihre Wirkung stattdessen aus Ruhe und Genauigkeit bezieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pierre Brasseur als Professor Génessier
- Alida Valli als Louise
- Édith Scob als Christiane Génessier
- Juliette Mayniel als Edna Gruber
- Alexandre Rignault als Inspector Parot
- Béatrice Altariba als Paulette Mérodon
- Charles Blavette als Man from the Pond
- Michel Etcheverry als Doctor Lherminier, forensic surgeon
- Claude Brasseur als Police inspector
- Yvette Etiévant als Mother of the little sick man
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Verfügbarkeit
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