Attenberg (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Athina Rachel Tsangari |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 97 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-12-09 |
| Einspielergebnis | 69.961 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (166 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marina, 23 Jahre alt, lebt in einer namenlosen Industriestadt an der griechischen Küste. Zwischenmenschliche Nähe ist ihr fremd, echte Bindung kennt sie nur zu ihrem Vater, der schwer krank ist und sich innerlich auf seinen Abschied vom Leben vorbereitet, sowie zu ihrer Freundin Bella, die deutlich freier und ausgelassener lebt als sie selbst. Was Marina über Körper, Sexualität und Verhalten zwischen Menschen weiß, hat sie sich aus Tierdokumentationen von David Attenborough angelesen – ein Ersatzwissen, das ihr im echten Leben wenig nützt. Bellas Versuche, sie aufzuklären, verlaufen ins Leere, auch die Gespräche mit dem Vater ändern an ihrer Verschlossenheit wenig. Erst die Ankunft eines Fremden in der Stadt bringt Bewegung in ihr Leben und stößt sie dazu an, sich mit dem auseinanderzusetzen, was sie an menschlicher Nähe bislang gemieden hat.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2010 unter der Regie von Athina Rachel Tsangari und ist als Spielfilm im Dramagenre angelegt. In den Hauptrollen sind Ariane Labed als Marina sowie Evangelia Randou und Vangelis Mourikis zu sehen; auch Yorgos Lanthimos gehört zur Besetzung. Eine Altersfreigabe wird nicht mitgeliefert.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist konsequent als Drama angelegt, ohne Genrebeimischungen, und das prägt den Ton: Es geht nicht um äußere Handlung, sondern um die innere Entwicklung einer jungen Frau, die zwischenmenschliches Verhalten wie ein fremdes Terrain beobachtet, bevor sie es selbst betritt. Der Rückgriff auf Tierdokumentationen als Wissensquelle über menschliche Nähe ist das zentrale Motiv – es macht Marinas Distanziertheit sichtbar, ohne sie zu erklären, und lässt die Grenze zwischen beobachtetem und gelebtem Verhalten verschwimmen. Die Konstellation aus todkrankem Vater, ausgelassener Freundin und einem ankommenden Fremden liefert drei sehr unterschiedliche Spiegel, an denen Marina sich abarbeitet, ohne dass der Film ihr dabei eine schnelle Lösung anbietet.
Einordnung & Wirkung
Mit einem Schnitt von 6,1 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, was für ein sperriges, unbequemes Drama dieser Art nicht ungewöhnlich ist. Seit dem Erscheinungsjahr 2010 sind inzwischen mehr als ein Jahrzehnt vergangen, ohne dass sich an der grundsätzlichen Machart – ein reduziertes, beobachtendes Kammerspiel – etwas relativiert hätte. Innerhalb des griechischen Gegenwartsdramas steht Marinas Geschichte für einen sehr introvertierten, nüchternen Zugang zu Themen wie Krankheit, Nähe und Erwachsenwerden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ariane Labed als Marina
- Evangelia Randou als Bella
- Vangelis Mourikis als Spyros
- Yorgos Lanthimos als Engineer
- Kostas Berikopoulos als Funeral Home Employee
- Michel Demopoulos als Hospital Manager
- Alexandros Niagos als Bella's Boyfriend
- Vassilia Rozana als Nurse
- Fidelis Attame als Forklift Driver
- Antonis Nousaharlis als Forklift Driver
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Verfügbarkeit
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