Atroz (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lex Ortega |
|---|---|
| Genre | Horror, Thriller |
| Laufzeit | 79 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-10-26 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 7.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (112 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein tödlicher Autounfall führt Kommissar Juárez zu zwei Männern, Goyo und Gordo, die nach dem Crash verhaftet werden. Statt die Spurensicherung abzuwarten, sichert Juárez selbst ein Video aus dem Handschuhfach des Wagens. Was darauf zu sehen ist, verändert den weiteren Verlauf der Ermittlung grundlegend: Die Aufnahme zeigt, wie die beiden Fahrer eine transsexuelle Person auf brutalste Weise zu Tode gefoltert haben. Juárez reagiert nicht mit regulären Verhörmethoden, sondern lässt die beiden Männer foltern, um den Tatort des Verbrechens zu finden. Damit verschiebt sich der Film von der klassischen Ermittlerperspektive zu einer Konfrontation, in der Recht und Gewalt kaum noch trennbar sind.
Entstehungsgeschichte
„Atroz“ entstand 2018 unter der Regie von Lex Ortega, der auch selbst vor der Kamera steht. Neben ihm sind Carlos Valencia, Orlando Moguel und Aleyda Gallardo besetzt. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben und ordnet sich als Horrorfilm mit Thriller-Elementen ein.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Horror und Thriller zeigt sich hier weniger in übernatürlichen Elementen als in der Konfrontation mit menschlicher Grausamkeit. Die Konstruktion über ein gefundenes Video als Beweismittel setzt die Gewalt als Bild innerhalb der Handlung, das die Ermittlungsfigur selbst sieht und auf das er reagiert. Dass ausgerechnet der Kommissar zur Folter greift, um Aufklärung zu erzwingen, hebt die Grenze zwischen Opfer, Täter und Ordnungsmacht auf. Die Geschichte legt ihren Fokus konsequent auf körperliche Gewalt und deren Konsequenzen, ohne sie zu relativieren.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl bewegt sich „Atroz“ im soliden Mittelfeld für einen Genrefilm dieser Art. Seit dem Erscheinen 2018 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich an der schmalen Bewertungsbasis grundlegend etwas geändert hat, was auf ein Nischenpublikum hindeutet. Innerhalb des Horror-Thriller-Genres reiht sich der Film in eine Tradition harter, expliziter Gewaltdarstellung ein, die sich nicht an ein breites Publikum richtet, sondern an jene, die sich gezielt mit drastischen Stoffen befassen wollen. Die Themenwahl – Gewalt gegen eine transsexuelle Person – macht den Film zu einem Stoff, der über reine Genreunterhaltung hinausgeht und die Frage nach der Legitimität von Gegengewalt aufwirft, ohne sie eindeutig zu beantworten.
Bilder



Besetzung & Stab
- Lex Ortega als Goyo
- Carlos Valencia als Juárez
- Orlando Moguel als Félix
- Aleyda Gallardo als Berta
- Carlos Padilla als Goyo joven
- Florencia Ríos als Daniela
- Miguel Angel Nava als Topo
- Alberto Hernandez Campusano als Mike (torturador)
- Dana Karvelas als Esmeralda
- Mario A. Bonilla Vargas als Chofer Judicial
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Verfügbarkeit
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