Anderland (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jens Lien |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-05-26 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (277 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Bus hält mitten in kargem Gelände und setzt Andreas in einer fremden Welt ab, ohne dass er versteht, wie er dorthin gekommen ist. Sofort wird er in ein fertiges Leben eingepasst: eine Wohnung, ein Job, bei dem er Zahlen in einen Computer tippt, ohne deren Zweck zu kennen, und eine Partnerin, Anne-Britt. Äußerlich stimmt alles, doch Andreas beginnt zu spüren, dass etwas fehlt. Essen schmeckt nach nichts, Alkohol zeigt keine Wirkung, es gibt keine Kinder, keine Geräusche, keine echten Gefühle. Eine Affäre mit der blonden Ingeborg wirkt wie ein Ausweg aus dieser makellosen Oberflächlichkeit, doch je mehr Andreas seinen Empfindungen folgt, desto mehr gerät er in eine Welt, aus der es keinen Ausgang zu geben scheint.
Entstehungsgeschichte
"Anderland" entstand 2006 unter der Regie von Jens Lien. In den Hauptrollen sind Trond Fausa Aurvåg, Petronella Barker, Per Schaaning und Birgitte Larsen zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie, Drama und Fantasy deutet darauf hin, dass der Film eine ernste Grundfrage – nach Sinn, Gefühl und Freiheit in einem durchorganisierten Leben – mit komischen und surrealen Mitteln verhandelt. Die Anlage der Geschichte, ein Mann, der ohne Erklärung in eine perfekt funktionierende, aber emotional leere Gesellschaft versetzt wird, macht das Fehlen von Ursache und Herkunft zum eigentlichen Thema: Nicht die Frage, wie Andreas hierhergekommen ist, treibt die Handlung, sondern wie er auf die Leere reagiert. Dass ihm ausgerechnet über Affären und Sinneseindrücke ein Gegenentwurf zur Oberflächlichkeit angeboten wird, verweist auf einen Erzählansatz, der Alltagsroutinen und Beziehungen als Fassade entlarvt, ohne dass der Film dafür auf Erklärungen im klassischen Fantasy-Sinn zurückgreift.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich "Anderland" im positiven Bereich, ohne von einer breiten Masse bewertet worden zu sein. Der Abstand zum Erscheinungsjahr 2006 beträgt inzwischen fast zwei Jahrzehnte, was den Film in die Kategorie der weniger bekannten, aber konstant respektablen Genrebeiträge einordnet. Innerhalb der Schnittmenge von Drama, Komödie und Fantasy nimmt er eine Position ein, die eher auf gedankliche Verstörung als auf spektakuläre Effekte setzt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Trond Fausa Aurvåg als Andreas
- Petronella Barker als Anne Britt
- Per Schaanning als Hugo
- Birgitte Larsen als Ingeborg
- Johannes Joner als Håvard
- Ellen Horn als Trulsen
- Anders T. Andersen als Harald
- Sigve Bøe als Liten mann
- Hanne Lindbæk als Vigdis
- Bjørn Jenseg als Eldre mann
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Verfügbarkeit
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