Chernobyl (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Idee | Craig Mazin |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Erscheinungsdatum | 2019-05-06 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 8,7 (8.318 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In der Nacht zum 26. April 1986 explodiert Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl. Die fünfteilige Serie beginnt zwei Jahre später mit dem Selbstmord des Physikers Waleri Legassow und erzählt von dort zurück.
Sie folgt drei Ebenen: den Menschen vor Ort — Feuerwehrleuten, die den Brand ohne Kenntnis der Strahlung löschen, Arbeitern, Bergleuten, die einen Tunnel unter den Reaktor treiben —, den Wissenschaftlern, die ausrechnen, was noch passieren kann, und dem Apparat, der jede dieser Erkenntnisse zunächst bestreitet. Die letzte Folge rekonstruiert als Gerichtsverhandlung, was in der Nacht des Versuchs tatsächlich geschah.
Entstehungsgeschichte
Craig Mazin begann 2014 mit der Recherche: Bücher, Regierungsberichte, Gespräche mit Kernphysikern und mit Menschen, die in der Sowjetunion gelebt haben. Eine der wichtigsten Quellen ist Swetlana Alexijewitschs "Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft", ein Buch aus Zeugenberichten.
Eine Figur ist erfunden: die Physikerin Ulana Chomjuk steht stellvertretend für die vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der Aufklärung beteiligt waren. Mazin hat das offengelegt und damit begründet, dass er die Zahl der Figuren beherrschbar halten musste.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Litauen und in Kiew. Der Stadtteil Fabijoniškės in Vilnius stand für Prypjat ein, das stillgelegte Kernkraftwerk Ignalina — baugleich mit Tschernobyl — für die Anlage selbst.
Die Ausstattung wurde vielfach für ihre Genauigkeit gelobt, bis hin zu Tapeten, Kleidung und Verpackungen. Die Musik komponierte Hildur Guðnadóttir aus Aufnahmen, die sie in einem stillgelegten Kraftwerk gemacht hat — keine Instrumente, sondern die Geräusche der Anlage selbst, verarbeitet zu einem durchgehenden Klang.
Einordnung & Wirkung
Die Serie erhielt rund fünfundneunzig Prozent zustimmende Besprechungen und gewann zehn Emmys, darunter als beste Miniserie.
Die Reaktionen waren nicht überall gleich. Russische Staatsmedien bezeichneten sie als Propaganda; in der Ukraine und in Belarus fiel die Aufnahme überwiegend positiv aus. Fachlich wurden einzelne Vereinfachungen kritisiert, etwa die Darstellung von Strahlung als übertragbar. Ein messbarer Nebeneffekt war der Zulauf zu geführten Besuchen in der Sperrzone von Prypjat, der nach der Ausstrahlung deutlich anstieg.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jared Harris als Valery Legasov
- Stellan Skarsgård als Boris Shcherbina
- Emily Watson als Ulana Khomyuk
- Paul Ritter als Anatoly Dyatlov
- Jessie Buckley als Lyudmilla Ignatenko
- Adam Nagaitis als Vasily Ignatenko
- Sam Troughton als Alexandr Akimov
- Robert Emms als Leonid Toptunov
- Con O'Neill als Viktor Bryukhanov
- Adrian Rawlins als Nikolai Fomin
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Verfügbarkeit
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