Adolescence (2025)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Idee | Stephen Graham, Jack Thorne |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Erscheinungsdatum | 2025-03-13 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (1.775 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der dreizehnjährige Jamie Miller wird beschuldigt, seine Mitschülerin Katie getötet zu haben.
Die vier Folgen verfolgen, was daraufhin geschieht: die Festnahme und das Polizeiverhör, die Ermittlungen an der Schule und die Entdeckung von Cybermobbing, eine psychologische Begutachtung in der Jugendstrafanstalt und schließlich der Versuch der Familie, in eine Normalität zurückzufinden, die es nicht mehr gibt.
Entstehungsgeschichte
Jack Thorne und Stephen Graham entwickelten die Serie als Reaktion auf reale Todesfälle in Liverpool und London zu Beginn der 2020er Jahre, die im Umfeld der Incel-Kultur standen. Ihr Anliegen war, das Versagen des britischen Schulsystems gegenüber frauenfeindlichen Entwicklungen zu zeigen.
Owen Cooper spielt Jamie Miller, Stephen Graham den Vater Eddie, Christine Tremarco die Mutter Manda, Ashley Walters den Detective Inspector Luke Bascombe, Faye Marsay die Detective Sergeant Misha Frank, Erin Doherty die Psychologin Briony Ariston, Jo Hartley die Lehrerin Mrs. Fenumore und Mark Stanley den Pflichtverteidiger Paul Barlow.
Produziert wurde die Serie von Plan B Entertainment, Warp Films und Matriarch Productions. Regie führte bei allen vier Folgen Philip Barantini, die Kamera Matthew Lewis, die Musik stammt von Aaron May und David Ridley.
Alle vier Folgen — je 51 bis 65 Minuten — wurden als durchgehende Einstellung gedreht, ohne versteckte Schnitte und mit minimalem Computereinsatz. Gedreht wurde von Juli bis September 2024 in West Yorkshire, vor allem in South Kirkby und am Minsthorpe Community College. Pro Folge standen drei Wochen zur Verfügung; etwa zehn Durchgänge wurden aufgezeichnet, der beste ausgewählt. Rund 370 Statisten waren beteiligt.
Die Premiere lief am 13. März 2025 weltweit bei Netflix.
Hinter den Kulissen
Die durchgehende Einstellung ist keine Zurschaustellung von Technik, sondern eine Setzung mit Folgen. Wer nicht schneiden kann, kann nicht auslassen — der Zuschauer bleibt in derselben Zeit wie die Figuren und kann sich nirgends erholen.
Drei Wochen pro Folge, zehn Durchgänge, 370 Statisten: Diese Zahlen beschreiben den Aufwand, den das kostet. Jeder Fehler betrifft die gesamte Stunde, jede Bewegung von Kamera und Ensemble muss über die volle Länge sitzen.
Die Anlage der vier Folgen verschiebt dabei den Blickwinkel. Erzählt wird nicht die Tat, sondern was sie auslöst — Verhör, Schule, Begutachtung, Familie. Die Serie fragt nicht, was geschah, sondern wie ein Dreizehnjähriger dorthin gelangen konnte und wer daran beteiligt war.
Einordnung & Wirkung
In der ersten Woche kam die Serie auf 24,3 Millionen Abrufe und stand in 71 Ländern auf Platz eins; in der zweiten Woche kamen 42 Millionen hinzu, bis Juni 2025 rund 143 bis 145 Millionen. Sie war in allen 93 Ländern mit Top-Ten-Listen vertreten und ist damit die zweiterfolgreichste Netflix-Serie überhaupt. Im Vereinigten Königreich erreichte sie die höchsten Sieben-Tage-Abrufzahlen einer Streamingserie und führte als erste die britischen Fernsehcharts an.
Rotten Tomatoes weist 97 Prozent positive Bewertungen aus (113 Kritiker), Metacritic 91 von 100. Michael Hogan nannte sie im Guardian altmodisches, themenorientiertes, sozialbewusstes Fernsehen mit dem Potenzial, echte Veränderungen anzustoßen; Ben Dowell schrieb in der Times von einem fesselnden menschlichen Drama. Nick Hilton bemängelte im Independent einen Qualitätsabfall zwischen den Folgen und stellenweise Tendenzen zum Elendsporno.
Über 130 Nominierungen und über 65 Auszeichnungen kamen zusammen, darunter acht Primetime Emmys, vier Golden Globes, vier Critics' Choice Awards sowie BAFTA-Auszeichnungen für die beste Drama-Miniserie, die beste Regie und mehrere Schauspielpreise.
Die Serie löste im Vereinigten Königreich eine landesweite Debatte über Frauenfeindlichkeit aus. Die Polizei nannte sie einen Weckruf für Eltern, Premierminister Keir Starmer traf sich mit Jack Thorne zum Gespräch über soziale Medien, es folgten Forderungen nach einem Smartphone-Verbot an Schulen und einem digitalen Schutzalter ab 16 Jahren. Die Regierung nahm Schulungen gegen Frauenfeindlichkeit in die Lehrpläne auf, Netflix stellte die Serie Schulen kostenlos als Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Aus rechtspopulistischen Kreisen kam der Vorwurf, es handle sich um Propaganda gegen Weiße — Thorne wies das als absurde Desinformation zurück.
Bilder








Besetzung & Stab
Keine Besetzung hinterlegt.
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Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.