Zoomania (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Byron Howard |
|---|---|
| Genre | Animation, Abenteuer, Familie, Komödie |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-02-11 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 150.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.025.521.689 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (18.534 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In Zoomania leben Raubtiere und Beutetiere seit Generationen friedlich zusammen. Judy Hopps will als erstes Kaninchen zur Polizei — ein Berufswunsch, den ihre Eltern für gefährlich und ihre Vorgesetzten für lächerlich halten. Nach der Ausbildung wird sie zur Politessenarbeit abgestellt.
Über einen Vermisstenfall gerät sie an den Fuchs Nick Wilde, einen Kleinbetrüger, den sie zur Mitarbeit erpresst. Die Ermittlung führt zu einer Serie von Raubtieren, die plötzlich in ein wildes Verhalten zurückfallen — und zu einer Erklärung, die im Film ausdrücklich als politische Konstruktion funktioniert: Angst vor einer Minderheit lässt sich herstellen, wenn jemand einen Nutzen davon hat.
Entstehungsgeschichte
Die Entwicklung dauerte rund sechs Jahre. Ein Rechercheteam besuchte Zoos, Wildparks und Naturschutzgebiete in mehreren Ländern, um Bewegung, Fell und Größenverhältnisse zu studieren.
Weit gravierender war eine späte inhaltliche Umstellung. In den Fassungen bis etwa achtzehn Monate vor dem Start war Nick Wilde die Hauptfigur, und die Stadt arbeitete mit Halsbändern, die Raubtiere unter Kontrolle hielten. Interne Vorführungen ergaben, dass der Film dadurch durchgehend bedrückend wirkte. Das Team stellte auf Judy als Hauptfigur um — mit der Folge, dass die Erzählung nicht mehr aus Sicht der Diskriminierten, sondern aus Sicht derjenigen läuft, die ihre eigenen Vorurteile erst entdeckt.
Hinter den Kulissen
Die Größenunterschiede der Figuren waren die technische Kernaufgabe: Die Stadt musste für Elefanten und für Spitzmäuse gleichzeitig funktionieren, weshalb Disney für jedes Viertel eigene Maßstäbe entwarf, samt entsprechend dimensionierter Türen, Bahnwaggons und Möbel.
Für das Fell entwickelte das Studio ein System, das mehrere Schichten unterschiedlicher Haarlängen und -dichten übereinanderlegt — je nach Tierart mit stark abweichenden Werten. Die Faultierszene im Zulassungsamt war als Randgag geplant und wurde nach Testvorführungen verlängert, weil sie die stärkste Reaktion auslöste.
Einordnung & Wirkung
"Zoomania" gewann den Oscar als bester Animationsfilm und spielte weltweit über eine Milliarde Dollar ein.
Er erschien 2016, in einem politisch aufgeladenen Jahr, und wurde entsprechend gelesen — als Film über Vorurteile, Profiling und die politische Nutzbarkeit von Angst. Diskutiert wurde dabei auch, wie weit die Analogie trägt: Der Film arbeitet mit biologisch begründeten Unterschieden zwischen Arten, was sich auf menschliche Gruppen nicht übertragen lässt, ohne den Vergleich zu verfälschen. Innerhalb Disneys markiert er den Höhepunkt einer Phase, die mit "Rapunzel" begann und das Studio nach Jahren der Schwäche wieder auf Augenhöhe mit Pixar brachte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ginnifer Goodwin als Judy Hopps (voice)
- Jason Bateman als Nick Wilde (voice)
- Idris Elba als Chief Bogo (voice)
- Jenny Slate als Bellwether (voice)
- Nate Torrence als Clawhauser (voice)
- Bonnie Hunt als Bonnie Hopps (voice)
- Don Lake als Stu Hopps (voice)
- Tommy Chong als Yax (voice)
- J.K. Simmons als Mayor Lionheart (voice)
- Octavia Spencer als Mrs. Otterton (voice)
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Verfügbarkeit
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