Willkommen, Mr. Marshall (1953)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luis García Berlanga |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 78 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1953-04-04 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (126 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Villar del Río ist ein kleines spanisches Dorf, das plötzlich aus seiner Ruhe gerissen wird: Amerikanische Diplomaten haben ihren Besuch angekündigt, und mit ihnen die Hoffnung auf Unterstützung aus dem Marshallplan. Die führenden Köpfe des Ortes stürzen sich in hektische Vorbereitungen, um bei den Gästen aus den USA einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Dabei kommen sie auf eine kuriose Idee: Statt ihre eigene, kastilische Lebensart zu zeigen, verkleiden sich die Bewohner in andalusische Trachten, engagieren eine bekannte Flamenco-Künstlerin und schmücken das ganze Dorf im Stil Andalusiens um. Sie orientieren sich dabei an dem Bild, das sie den Amerikanern von Spanien zuschreiben, statt an ihrer eigenen Realität. Während das Dorf in fieberhafter Erwartung verharrt, bleibt bis zuletzt offen, wie und ob der Besuch tatsächlich stattfindet.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1953 unter der Regie von Luis García Berlanga. Es handelt sich um eine Komödie mit José Isbert, Manolo Morán, Lolita Sevilla und Alberto Romea in den zentralen Rollen.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangslage macht deutlich, worauf die Geschichte hinausläuft: Ein Dorf, das sich ein fremdes kulturelles Gewand überstreift, um einer äußeren Erwartung zu entsprechen, liefert reichlich Stoff für komisches Missverständnis. Dass ausgerechnet andalusische Klischees als vermeintlich „spanisch genug“ gelten, um Amerikaner zu beeindrucken, zeigt, wie sehr sich die Handlung um Selbst- und Fremdbild dreht. Die Komödie entfaltet sich aus dieser Diskrepanz zwischen dem, was die Dorfbewohner sind, und dem, was sie zu sein vorgeben. Die Konzentration auf eine überschaubare Besetzung und einen einzigen Schauplatz deutet auf eine Geschichte hin, die ihre Wirkung aus der Beobachtung eines kollektiven Verhaltens zieht statt aus verzweigten Handlungssträngen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht breit ausgewerteten Bereich. Seit der Entstehung 1953 sind mittlerweile über siebzig Jahre vergangen, was den Film zu einem frühen Beispiel spanischer Filmkomödie macht. Innerhalb des Genres steht er für eine Form von Gesellschaftskomödie, die aus einer sehr lokalen, konkreten Situation heraus erzählt wird, ohne dass sich aus den vorliegenden Angaben weitere Einordnungen ableiten ließen.
Bilder






Besetzung & Stab
- José Isbert als Don Pablo, el alcalde
- Manolo Morán als Manolo
- Lolita Sevilla als Carmen Vargas
- Alberto Romea als Don Luis, el caballero
- Elvira Quintillá als Señorita Eloísa, la maestra
- Luis Pérez de León als Don Cosme, el cura
- Félix Fernández als Don Emiliano, el médico
- Nicolás D. Perchicot als Boticario
- Fernando Aguirre als Geronimo - el secretario
- Emilio Santiago als Barbero (uncredited)
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Verfügbarkeit
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