Who Am I – Kein System ist sicher (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Baran bo Odar |
|---|---|
| Genre | Thriller |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-09-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 7.700.259 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (1.769 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Benjamin Engel ist ein zurückgezogener Hacker, der unter dem Namen WhoAmI auftritt. Er stellt sich der Polizei und erzählt der Europol-Ermittlerin Hanne Lindberg seine Geschichte.
Während des Sozialdienstes lernt er Max kennen; mit ihm, Stephan und Paul gründet er das Kollektiv CLAY. Die Gruppe führt immer aufwendigere Angriffe aus — gegen eine rechtsextreme Partei, gegen Pharmaunternehmen —, weil sie die Anerkennung des legendären Hackers MRX sucht. Nach einem Angriff auf den Bundesnachrichtendienst gerät die Sache außer Kontrolle: Vertrauliche Daten gelangen an MRX, der sie an eine russische Gruppe weiterverkauft. Ein Mensch stirbt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Baran bo Odar, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Jantje Friese.
Tom Schilling spielt Benjamin Engel, Elyas M'Barek den Max, Wotan Wilke Möhring den Stephan, Antoine Monot Jr. den Paul, Hannah Herzsprung die Marie, Trine Dyrholm die Ermittlerin Hanne Lindberg und Leonard Carow den MRX.
Produziert wurde der Film von Quirin Berg und Max Wiedemann. Die Kamera führte Nikolaus Summerer, den Schnitt besorgte Robert Rzesacz, die Musik stammt von Michael Kamm und Jaro Messerschmidt.
Gedreht wurde von Oktober bis Dezember 2013 in Berlin und Rostock. Der Film ist eine deutsche Produktion von 105 Minuten Länge; die FSK gab ihn ab 12 Jahren frei, in Österreich lautet die Freigabe JMK 14. Der Kinostart war der 25. September 2014, DVD und Blu-ray erschienen am 16. April 2015.
Hinter den Kulissen
Die Rahmenerzählung ist der Kern der Konstruktion. Benjamin berichtet einer Ermittlerin, was geschehen ist — alles, was der Film zeigt, ist damit seine Darstellung. Wie verlässlich sie ist, bleibt lange die eigentliche Frage.
Die Motivation der Gruppe ist bemerkenswert unpolitisch gefasst. CLAY greift zwar eine rechtsextreme Partei und Pharmaunternehmen an, aber der Antrieb ist Anerkennung: MRX soll sie wahrnehmen. Der Film erzählt damit weniger von Überzeugung als von Geltungsdrang — und lässt die Folgen umso härter ausfallen.
Für das Genre war das ein Sonderfall. Mit dem ersten Platz in den deutschen Kinocharts gelang dem Film etwas, das seit den Schimanski-Krimis der achtziger Jahre keinem deutschen Thriller mehr geglückt war.
Einordnung & Wirkung
Über 800.000 Zuschauer sahen den Film in Deutschland, rund 100.000 in Russland.
Spiegel Online urteilte: „Schnell, smart, witzig. Tom Schilling und Elyas M'Barek in Bestform." Filmstarts.de nannte ihn trotz einiger Schwächen einen vor allem in der zweiten Hälfte durchaus sehenswerten, wendungsreichen Thriller. Die IMDb-Bewertung liegt bei 7,5 von 10.
Baran bo Odar erhielt 2014 den Bayerischen Filmpreis für die beste Regie. Beim Deutschen Filmpreis 2015 wurden Robert Rzesacz für den Schnitt, Silke Buhr für das Szenenbild und vier Beteiligte für den Ton ausgezeichnet; nominiert war der Film zudem als bester Spielfilm sowie für Drehbuch und Kamera. Hinzu kamen der Bambi 2015 in der Kategorie Nationaler Film, der Deutsche Kamerapreis 2015 für Nikolaus Summerer und der Publikumspreis für den besten ausländischen Film beim Newport Beach Film Festival 2015.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Schilling als Benjamin
- Elyas M'Barek als Max
- Wotan Wilke Möhring als Stephan
- Antoine Monot Jr. als Paul
- Hannah Herzsprung als Marie
- Trine Dyrholm als Hanne Lindberg
- Stephan Kampwirth als Martin Böhmer
- Leopold Hornung als Oskar
- Katharina Matz als Hilde Engel
- Marten Borgwardt als 'Krypton'
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Verfügbarkeit
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