Weißer weißer Tag (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hlynur Pálmason |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-07-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (127 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein altes isländisches Sprichwort steht am Anfang: An Tagen, an denen alles weiß ist und Himmel und Erde miteinander verschmelzen, können die Toten mit den Lebenden sprechen. Für den ehemaligen Polizisten Ingimundur ist diese Verschmelzung von Verlust und Gegenwart bittere Realität. Vor zwei Jahren hat er seine Frau bei einem Unfall verloren, und die Trauer prägt seinen Alltag. Ablenkung findet er in der Renovierung eines Gehöfts in abgelegener Wildnis sowie in der Zeit mit seiner temperamentvollen Enkelin Salka. Doch als beim Umbau eine Kiste mit persönlichen Dingen seiner verstorbenen Frau auftaucht, gerät sein Bild von ihr ins Wanken. Zweifel wachsen zu Misstrauen, und aus dem Misstrauen wird eine Obsession, die ihn nicht mehr loslässt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Hlynur Pálmason, der Film erschien 2019. Die Hauptrolle des Ingimundur übernimmt Ingvar E. Sigurðsson, an seiner Seite stehen Ída Mekkín Hlynsdóttir als Enkelin Salka sowie Hilmir Snær Guðnason und Björn Ingi Hilmarsson. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf genretypische Zuspitzungen und konzentriert sich auf die innere Entwicklung einer einzelnen Figur. Die Konstellation aus einem trauernden älteren Mann und einem Kind als Gegenpol deutet auf zwei gegensätzliche Weisen hin, mit Verlust umzugehen: die kindlich unbeschwerte Salka und der zunehmend besessene Großvater. Das eingangs zitierte Sprichwort über das Verschwimmen von Diesseits und Jenseits an weißen Tagen liefert den gedanklichen Rahmen für die Geschichte und legt nahe, dass die Grenze zwischen Erinnerung, Vermutung und Wahnvorstellung im Zentrum steht statt eine klassische Kriminal- oder Beziehungshandlung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,1 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl bewegt sich der Film im mittleren Bereich, was für ein stilles, figurenzentriertes Drama nicht ungewöhnlich ist. Seit dem Erscheinungsjahr 2019 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich am eigentlichen Kern der Geschichte etwas ändert: ein Mann, der zwischen Trauer und Misstrauen die Kontrolle über sein Bild der Vergangenheit verliert. Innerhalb des Dramagenres reiht sich der Titel damit in jene Werke ein, die persönliche Verlusterfahrung nicht sentimental, sondern über wachsende psychologische Anspannung erzählen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ingvar E. Sigurðsson als Ingimundur
- Ída Mekkín Hlynsdóttir als Salka
- Hilmir Snær Guðnason als Olgeir
- Björn Ingi Hilmarsson als Trausti
- Elma Stefanía Ágústsdóttir als Elín
- Sara Dögg Ásgeirsdóttir als Ingimundur's wife
- Haraldur Ari Stefánsson als Stefán
- Sigurður Sigurjónsson als Bjössi
- Arnmundur Ernst Björnsson als Hrafn
- Laufey Elíasdóttir als Ingibjörg
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